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Diesmal gibt es nichts zu holen

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Von: Wolfgang Oelrich

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Mit vollem Tempo in Richtung Dortelweiler Tor. Die Kleinlindenerin Mara Elaine Fugensi macht sich energisch auf den Weg. Das half diesmal aber nichts. Der TSV unterlag mit 0:2 gegen den aktuellen Spitzenreiter. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (woo). Die Frauen des TSV Klein-Linden haben in der Fußball-Hessenliga das Duell der Aufsteiger gegen den SC Dortelweil mit 0:2 verloren. Es war die erste Pflichtspielniederlage in diesem Jahr, Dortelweil übernimmt damit Platz eins. Schwarzes Wochenende auch für das heimische Duo in der Fußball-Gruppenliga der Frauen. Der FC Gießen verlor die Spitzenbegegnung gegen Blau-Gelb Marburg II ebenso mit 0:

1 wie die SG Reiskirchen/Saasen ihre Partie gegen den RSV Roßdorf.

Hessenliga, TSV Klein-Linden - SC Dortelweil 0:2 (0:1): Trainerin Janin Hocker betonte, dass sie trotz mehrerer krankheitsbedingter Ausfälle kurz vor dem Spieltag eine starke Mannschaft auflaufen lassen konnte. Aber für ein Top-Team wie Dortelweil reichte es offensichtlich nicht. Die Gäste dominierten in der ersten Halbzeit klar. In der 20. Minute parierte Klein-Lindens Keeperin Christina Schmaus einen Schuss stark. Doch Sophie Franke jagte den Abpraller aus 20 Metern in die Maschen. Die Abwehr um Claire Urban und Juliette Wismar stand sicher, aber offensiv bekamen die »Linnesserinnen« nicht viel auf die Reihe.

Nach der Pause kamen die Gastgeberinnen mit viel Schwung aus der Kabine. Was fehlte, war der letzte Pass. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Felicia Wack. Nach einer gelungenen Kombination kam sie in der 67. Minute jedoch nur mit der Fusßspitze an den Ball und lenkte ihn Zentimeter neben den Pfosten. In der 78. Minute schloss der SC einen Konter zum 0:2 ab. Der Käse war gegessen.

Einen Grund zum Jubeln hatten die Klein-Lindenerinnen dennoch: Laura Wickert kam in der 31. Minute zu ihrem Comeback. Ihr letztes Spiel für die erste Mannschaft des TSV bestritt die Klasse-Stürmerin im Oktober 2019. Nach mehreren Knie-OPs drohte ihr das Karriereende.

Gruppenliga

BG Marburg II - FC Gießen 1:0 (1:0): Die Gastgeberinnen spielten sehr aggressiv und körperbetont, ohne unfair zu sein, und kauften den Gießerinnen damit den Schneid ab. FC-Trainer Andreas Schmid sprach nach dem Abpfiff von einer »katastrophalen« ersten Halbzeit seiner Schützlinge, die in der 35. Minute in Rückstand gerieten. Nach der Pause und einer klaren Kabinenansprache waren die Gäste kaum wiederzuerkennen. Angriff auf Angriff rollte auf das Marburger Tor. Außer dreimal Aluminium sprang aber nichts Zählbares heraus. »Die neu formierte Mannschaft muss sich noch finden«, sagte Schmid. »In der zweiten Halbzeit haben die Spielerinnen gezeigt, über welches Potenzial sie verfügen.«

RSV Roßdorf - SG Reiskirchen 1:0 (0:0): Die erste Halbzeit spielte sich komplett im Mittelfeld ab. Torchancen gab es nicht. Im zweiten Durchgang übernahmen die Gäste das Kommando. Es war ein Spiel auf ein Tor - doch das war wie vernagelt. In der 55. Minute machten es die Roßdorfer besser. Einen ihrer wenigen Konter schlossen sie zum 1:0 ab. SG Coach Jan Becke sagte ernüchtert: »Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Spielerisch und von der Moral her war das top. Es gibt so Spiele. Wir hätten wahrscheinlich noch zwei Stunden spielen können, ohne den Ball ins Roßdorfer Tor zu bekommen.«

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