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Doppelte Premiere für Cimen-Elf

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Von: Rolf Birkhölzer

Gießen. Eine doppelte Premiere für den FC Gießen in der noch jungen Saison der Fußball-Hessenliga. Beim 3:1 (1:1) beim KSV Baunatal am Samstag hat das Team von Trainer Daniyel Cimen nicht nur den ersten Dreier der aktuellen Runde auf fremden Plätzen gefeiert, es gelang damit auch der erste Torerfolg in den bisherigen drei Auswärtsspielen. Und das gleich dreimal beim Tabellenneunten.

KSV Baunatal - FC Gießen 1:3

Damit rücken die Gießener in der Tabelle auf Rang fünf vor und sind nun mit 13 Punkten fünf Zähler hinter Spitzenreiter Eintracht Frankfurt II platziert.

Dementsprechend zufrieden war nachher auch Cimen, der nach dem 1:0-Erfolg gegen Eddersheim nur eine personelle Veränderung vornahm und Yassine Maingad für den verletzten Mert Pekesen von Beginn an brachte. »Es war eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft über 90 Minuten. Der Sieg war auch in der Höhe insgesamt absolut verdient. Es gibt nicht viel zu bemängeln«, so der Trainer im Anschluss.

Dabei begann die Partie im Parkstadion wenig verheißungsvoll für den FC. Nachdem ein Fallrückzieher von Leonid Akulinin (11.) von KSV-Keeper Yannik Wilke entschärft worden war und auch der erste Baunataler Schuss von Patrick Krengel (16.) erfolglos geblieben war, gab es Strafstoß für die Nordhessen. Akulinin versuchte bei einem Gewühl nach einer Ecke per Grätsche zu klären und bekam dabei das Leder an die Hand geschossen. Berechtigt oder unberechtigt - Hüseyin Cakmak ließ sich von der Diskussion nicht stören und verwandelte den Handelfmeter zur 1:0-Führung (25.) der Gastgeber. Die Gießener ließen sich aber nicht schocken und verpassten durch Francesco Calabrese (26.), dessen Schuss KSV-Keeper Wilke ebenso parierte wie den platzierten Kopfball von Akulinin (28.), zunächst noch den Ausgleich.

Cimen beweist gutes Händchen

Der fiel fünf Minuten vor dem Seitenwechsel, als erst Maingad ein Laufduell gewann, dann Akulinin bediente, der den Ball verlängerte und Maingad den Ball durch die Beine von Wilke ins Netz zum 1:1 (40.) setzte.

Schon im ersten Durchgang war die spielerische Überlegenheit der Gießener deutlich geworden, die die Gastgeber vorwiegend mit ausgeprägter Körperlichkeit entgegenzutreten versuchten. In der zweiten Hälfte sollte das entscheidend werden zugunsten der Unistädter. Zunächst bewies FC-Coach Cimen ein glückliches Händchen, als er in Minute 62 Matheus de Moura Beal für Elion Mahmuti aufs Feld schickte, denn der »Joker« vollendete eine Minute später nach einem Chip-Ball von Akulinin zum 2:1 (62.) in den Torwinkel. Und die Gäste blieben am Drücker und belohnten sich für ihre Dominanz. Akulinin (64.) traf zunächst nur das Außennetz, aber in der 70. Minute fiel die Vorentscheidung, als Calabrese eine Flanke von Aryan Assar am langen Pfosten volley ins KSV-Tor hämmerte zum 3:1 (70.).

Zwar löste KSV-Trainer Tobias Nebe anschließend die Abwehrkette auf, sah aber in den letzten 20 Minuten keine nennenswerte Torgelegenheit für sein Team. Die Gießener ließen gekonnt den Ball in den eigenen Reihen laufen, setzten Konter und waren dem 4:1 näher als der KSV dem Anschlusstreffer.

KSV Baunatal: Wilke - Schneider, Üstün (66. Recker), Schmeer (80. Neufang), Cakmak (80. Seibert), Schäfer, Berninger-Bosshammer, Springer (66. Lorenzoni), Blahout, Borgardt, Krengel.

FC Gießen: Lapcic - Assar, Kireski, Calabrese (88. Harder), Fink, Maingad (75. Filsinger), Abdel, Mahmuti (60. Moura Beal) Vural (81. Hagley), Akulinin, Mangafic (90+2 Litzinger).

Tore: 1:0 Cakmak (25., Handelfmeter), 1:1 Maingad (40.), 1:2 Moura Beal (63.), 1:3 Calabrese (70.). - Schiedsrichter: Stöhr (Fischbachtal). - Zuschauer: 210.

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