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Doppelter Einsatz für Köhler-Sieben

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Auswärts gefordert: Die HSG Wettenberg mit Rica Jansche (am Ball) und die TSG Leihgestern mit Emilia Prauss. Foto: PeB © PeB

Gießen (mol). Zum vorletzten Mal in diesem Jahr greifen die heimischen Vertreterinnen in der Frauenhandball-Oberliga nach dem Ball. Die HSG Lumdatal genau genommen noch drei Mal, da die Köhler-Sieben an diesem Wochenende gleich zwei Partien zu absolvieren hat. Zwei schwere Auswärtsspiele warten auf die HSG Wettenberg (bei der TSG Oberursel) und Tabellenführer TSG Leihgestern (beim TuS Kriftel), während die HSG Kleenheim-Langgöns einen Aufsteiger empfängt.

HSG Lumdatal - HSG Großenlüder/Hainzell (Freitag, 20.30 Uhr, Lumdatalhalle Londorf), HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden - HSG Lumdatal (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Braunshardt): Gleich doppelt gefordert sind die Lumdataler Damen, denn vor der regulären Spieltagspartie am Sonntagabend steht für die Mannen von Marcel Köhler am Freitagabend noch eine Nachholpartie an. In beiden Matches trifft der heimische Vertreter aber auf derzeit formstarke Kontrahenten.

Aufsteiger HSG Großenlüder/Hainzell, am Freitagabend in Londorf Auftaktgegner, ist nach punktlosen ersten vier Spielen nun mehr als in der Liga angekommen und blieb in den letzten vier Partien ungeschlagen. Die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden, zu der die Köhler-Sieben am Sonntag reist, musste sogar nur eine ihrer letzten sieben Spiele verloren geben und knöpfte Spitzenreiter TSG Leihgestern beim 28:28 den bisher einzigen Punkt der Saison ab.

»Gegen Großenlüder sind wir, zumal zuhause, dennoch der Favorit, müssen aber auch so auftreten und werden den Gegner ob des Laufes sicher nicht unterschätzen. Mit Michelle Okrusch haben sie auch eine der besten Spielerinnen der Klasse. Weiterstadt ist ebenfalls ein starker Gegner, der eine sehr variable Deckung spielt. Da wird es auf viel Bewegung ankommen«, so HSG-Trainer Marcel Köhler, der ergänzt: »Wir wollen an das Kleenheim-Spiel anknüpfen und aus einer soliden Deckung mit viel Tempo kommen. Zudem müssen wir die Fehlerzahl noch senken!«

TSG Oberursel - HSG Wettenberg (Sonntag, 14.15 Uhr, Hochtaunushalle Bad Homburg): In akuter Abstiegsnot steckt die TSG, die zuletzt wichtige Punkte in den Schlussminuten ihrer Partien aus der Hand gab. So liegen die Südhessinnen derzeit auf dem vorletzten Platz und brauchen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt dringend. Das zuletzt personell dezimierte Team von Kai Nober brachte zuletzt einen Fünf-Tore-Vorsprung bei der HSG Großenlüder/Hainzell zwar nicht über die Zeit, nahm aber immerhin einen Zähler mit auf die Heimreise und ist seit drei Spielen ungeschlagen. »Wir wollen versuchen, unsere guten Phasen im Spiel auszudehnen. Dazu müssen wir konzentriert im Angriff agieren und mutig die Lücken in der gegnerischen Abwehr suchen. Für unsere eigene Abwehr gilt es, weiterhin aktiv zu verteidigen und die Räume für die Angreiferinnen klein zu halt«, so Wetttenbergs Coach.

HSG Kleenheim-Langgöns - HSG Großenlüder/Hainzell (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Nach einem intensiven und emotionalen Derby bei der HSG Lumdatal, an dessen Ende für die Kleebachtalerinnen der fünfte Minuspunkt der Saison stand, soll nun wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert und der sechste Sieg im sechsten Heimspiel gefeiert werden.

Dabei ist die Saul-Sieben gegen den Gegner aus Nordhessen sicherlich in der Favoritenrolle, zumal dieser am Freitagabend schon bei den Lumdatalerinnen antreten muss. »Von der Tabelle her müssen wir diese Rolle annehmen, Großenlüder/Hainzell zeigt aber eine aufsteigende Formkurve, ist nicht zu unterschätzen, hat einige gute Spielerinnen und mit Holger Hölzinger einen erfahrenen Trainer«, warnt SGK-Coach Martin Saul aber und fügt an: »Unser Ziel wird sein, dem Spiel über strukturierte und disziplinierte Angriffe unseren Stempel aufzudrücken!« Fehlen werden wohl die beiden Youngsters Selina Lotz und Meileen Schäfer, die zeitgleich für die A-Juniorinnen der HSG Hungen/Lich im Einsatz sind.

TuS Kriftel - TSG Leihgestern (Sonntag, 18 Uhr, Schwarzbachhalle Kriftel): Aufgrund einer weiterhin großen Zahl an Ausfällen kämpft sich der Tabellenführer förmlich der Weihnachtspause entgegen, trotzte den Personalsorgen aber auch beim jüngsten 28:23-Heimsieg gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen.

Zum letzten Auswärtsspiel des Jahres geht es für das Team von Jonna Jensen nun zum Tabellendritten TuS Kriftel, wo eine weitere schwere Aufgabe wartet. Nicht zuletzt, weil das Team aus dem Main-Taunus-Kreis mit Linkshänderin Ida Pokoyski die beste Torschützin der gesamten Liga (85 Tore) in ihren Reihen weiß. »Ganz klar ist natürlich der Schlüssel, sie in den Griff zu bekommen«, weiß die TSG-Trainerin daher und erwartet ein »offenes Spiel, in dem es auf die Tagesform und auf Kleinigkeiten« ankommen wird. »Wie in den letzten Wochen werden wir aber auf uns schauen und uns weiterhin durchkämpfen«, so Jensen. Torhüterin Linda Barnack kehrte zuletzt zumindest in den Kader zurück und wäre im Fall der Fälle wieder eine Option.

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