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Drama in der Nachspielzeit

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Wieseck (mol). Dramatischer und vor allem erfolgreicher hätte die Rückkehr der TSG Wieseck in die Gruppenliga Gießen/Marburg nicht verlaufen können. Bis in die Nachspielzeit hinein lag das Team von Stefan Frels und Martin Selmo gegen den FSV Braunfels mit 2:3 im Hintertreffen. In der fünfminütigen Nachspielzeit gelangen dem Aufsteiger aber gleich zwei Treffer und noch ein 4:

3 (2:3)-Sieg.

TSG Wieseck - FSV Braunfels 4:3

»Das war natürlich am Ende richtig dramatisch. Wenn er auch sehr spät zustande kam, haben wir uns den Sieg aber auf alle Fälle verdient. Ich habe allein acht Großchancen für uns gezählt, Torhüter Engelhard hat Braunfels lange im Spiel gehalten. Die zweite Halbzeit ging klar an uns, da haben wir defensiv auch viel mehr richtig gemacht als noch im ersten Durchgang«, resümierte ein zufriedener Frels.

Yannick Schwabe fiel nach 18 Minuten ein verunglückter und zudem abgefälschter Schuss vor die Füße, was Wiesecks Nummer 7 zum 1:0 nutzte. Doch Braunfels glich durch Yener (31.) zum 1:1 aus. Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf, vor allem die Braunfelser spielten jetzt richtig stark. Nach einem tollen Solo von Konstantin Trautmann hatte Goalgetter Michael Donges (36.) in der Mitte keine Mühe, das 2:1 zu erzielen. Nun war wieder Wieseck am Zug und kam in der Folge eines Lattenknallers von Kevin Buycks zum 2:2-Ausgleich durch den Abstauber von Dennis Jost (40.). Das letzte Wort einer actionsreichen ersten Hälfte hatte aber wieder der FSV, der dabei erneut toll umschaltete. Donges (44.) schüttelte dann seinen Gegenspieler ab und vollendete cool zum 3:2.

In der zweiten Halbzeit war von den Schlossstädtern offensiv zunächst wenig zu sehen. Im Gegenteil: Wieseck baute gehörig Druck auf, und der starke FSV-Torhüter Fabian Engelhardt musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten. Ein Knalleffekt gab es nach 58 Minuten dann auf der Gegenseite, denn ein Kopfball von Manuel Busik nach Kacar-Ecke landete an der Querlatte. Ansonsten stand immer wieder Engelhard im Mittelpunkt und verhinderte gegen Schwabe (62.), Yavuz Güngor (71.) und doppelt gegen Phil Pietzner und Lucas Cech (77.) den Ausgleich.

So wurde es erst am Ende für die Gäste bitter. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel schaltete die TSG schnell um, der eingewechselte Justin Dörr konnte im Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden. Kadri Taskin (91.) behielt vom Punkt die Nerven und schien seinem Team spät noch einen Punkt zu retten.

Doch es kam für die Weiß-Blauen noch besser, denn die Braunfelser liefen tief in der Nachspielzeit noch in einen Konter. Dörr war auf und davon, scheiterte zunächst noch am bravourös parierenden Engelhard, um den Abpraller dann unter das Tordach zu setzen.

Wieseck: Schönfeld - Berledt, Cech, Jost, Schwabe, Heep, Zucca, Buycks, Becher, Schwarz, Güngör.

Braunfels: Engelhard - Makkonen, Brück, Trautmann, Kacar, Luciani, Yener, Besun, Duarte Marin, Magera, Donges.

Schiedsrichter: Kohaut (Oberissigheim) - Zuschauer: 110 - Tore: 1:0 Schwabe (18.), 1:1 Yener (31.), 1:2 Donges (36.), 2:2 Jost (44.), 2:3 Donges (44.), 3:3 Taskin (90.+1, Foulelfmeter), 4:3 Dörr (90.+4).

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