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Drei Medaillen nach Gießen

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Akrobatisch, artistisch, elegant: Blau-Gold-Athletin Finja Rolshausen bei ihrem WM-Auftritt in Lausanne. Foto: Brill © Brill

Gießen/Lausanne (red). Über 400 Teilnehmer aus 41 Nationen, von Australien bis Brasilien, aus Japan, Finnland, Südafrika, Kirgigistan den USA und Mexiko. Die in der Olympiastadt Lausanne in der Schweiz ausgetragenen Weltmeisterschaften Pole Sport und Aerial Hoop verzeichneten Rekord-Meldezahlen.

Bei den Deutschen Meisterschaften hatten sich dabei die Blau-Gold-Sportler fünf Startplätze für die WM gesichert. Begleitet von den Trainerinnen Adina Brill und Valerie Ruddat sowie dem TSG-Vorsitzenden Bernhard Zirkler hatten sich die Blau-Gold-Athletinnen für die über vier Tage angesetzten Weltmeisterschaften viel vorgenommen.

Mit der jüngsten, in Bezug auf die Teilnahme bei Weltmeisterschaften aber erfahrensten Teilnehmerin, der 14-jährigen Finja Rolshausen, startete der Wettkampf in der Kategorie »Pole Sport Novice« mit 29 Teilnehmern. Nach Ansicht der Beobachter war dieser Wettbewerb einer der leistungsstärksten der gesamten WM. Mit ihrem achten Platz war das Ziel unter die Top 10 der Welt zu kommen, erreicht. Die Medaillen gingen an Athletinnen aus Japan und Tschechien.

Große Hoffnungen auf eine Medaille konnte sich Finja Rolshausen in der Kategorie Aerial Hoop machen. Die ehrgeizige, im Turnen ausgebildete Sportlerin legte unter den 21 Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen fehlerfreien Auftritt hin, mit dem es dank der gewerteten Punktzahl von 37,5 lange nach Bronze aussah. Erst die letzte Teilnehmerin, die aus Kasachstan stammende Taisiya Karpenko, erhielt von der international besetzten Jury 0,2 Punkte mehr und verdrängte Rolshausen denkbar knapp auf den undankbaren vierten Platz. Der Sieg ging an die polnische Athletin Julia Dynak vor ihrem Landsmann Bartlomiei Ataman.

Beim Wettkampf »Aerial Hoop Senior Women« mit 21 Teilnehmerinnen ein ähnliches Bild. Professionelle Akrobaten aus Japan, Holland und der Ukraine dominierten das Turnier. Die Gießenerin Nicole Gouriya setzte mit ihrer zweiten WM-Teilnahme aber ein Ausrufezeichen. Ihr sechster Platz im Finaldurchgang war ein großer Erfolg in der Sportkategorie, bei der die exakte Ausführung von vorgegebenen Elementen bewertet wird. Die für ebenfalls die TSG startende Oleksandra Kobzar hatte bei den Deutschen Meisterschaften punktemäßig noch knapp hinter ihrer Teamkollegin gelegen. Die 19-Jährige konnte in Lausanne aber ihre athletischen und akrobatischen Fähigkeiten voll entfalten und belegte mit 40 Punkten den dritten Platz. Die Freude über die Bronzemedaille wurde allerding getrübt durch die minimalen und umstrittenen Punktabstände zwischen den ersten sechs Athletinnen. Eine Gold- und eine weitere Medaille wären für die Gießener Sportlerinnen durchaus drin gewesen.

In der Kategorie »Artistic Hoop Senior Women«, bei der eine tänzerische Geschichte erzählt werden soll, startete Nicole Gouriya als Titelverteidigerín. Mit ihrer getanzten Geschichte einer sich nutzlos fühlenden Restaurantbesitzerin beeindruckte sie in dem Starterfeld von 15 Teilnehmerinnen mit einer gefühlvollen, artistischen Leistung am Luftring und setzte den Maßstab. Dass die Titelverteidigung schwer werden würde, war bei der enorm starken Konkurrenz klar, der erreichte vierte Platz, wiederum nur knapp an den Medaillenrängen vorbei, sorgte dann doch für eine große Enttäuschung. Der Sieg ging nach Kirgisistan vor Polen und Holland. Ohne Medaille wollte Gouriya aber nicht die Heimreise antreten. Im Duo mit Melina Trebert startete sie in der Kategorie Aerial-Hoop Double und vertanzte eine berührenden Geschichte eines Geschwisterpaares, das die Folgen eines Krieges erlebt. Es klappte zwar mit dem Medaillengewinn, trotzdem war die Bronzemedaille wegen der nur knapp verfehlten Möglichkeit auf Gold nicht zufriedenstellend. Der Sieg ging an Südafrika vor Rumänien

Valerie Ruddat startete schließlich in der leistungsstark besetzten Disziplin Artistik-Pole mit ihrer Performance »Sandman« unter 23 Teilnehmern. Mit ihrer kreativen Darbietung, dem herausstechendem Kostüm und Bühnenbild begeisterte sie das Publikum. Die Jury bedachte den Auftritt mit 58,3 Punkten und einem zehnten Platz, der auch ihr Mindestziel gewesen war.

Weitere Informationen unter: www.tsg-giessen.de und poledance_giessen@gmx.de

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