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Drei schlimme Minuten

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Mittenberg. Die HSG Pohlheim hat zum Jahresabschluss in der Dritten Männerhandball-Liga eine ganz bittere Auswärtsniederlage einstecken müssen. Bis zum 29:28 keine drei Minuten vor dem Ende lagen die Mannen von Andi Lex im Kellerduell beim Tabellennachbarn TV Kirchzell noch auf Siegkurs, drei Gegentreffer in Folge führten aber letztlich noch zu einer 29:

31 (17:15)-Niederlage.

TV Kirchzell - HSG Pohlheim 31:29

Damit schließt der Aufsteiger das Jahr 2022 mit nur vier Pluspunkten auf dem vorletzten Platz ab und konnte durch die Schlappe auch keinen Kontakt zum siegreichen Drittletzten herstellen. »Wir haben über weite Strecken wirklich gar nicht schlecht gespielt und nach anfänglichen Problemen in der Abwehr auch richtig gut gedeckt. Wir haben oftmals mit zwei, drei Toren geführt, es aber zum wiederholten Mal einfach nicht geschafft, den Sack zuzumachen. Trotzdem war bis kurz vor Schluss alles okay. Dann haben wir leider wieder einfache Fehler gemacht, zu denen sich dann auch noch ein, zwei unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen gesellt haben. So war es am Ende ein sehr glücklicher Sieg für Kirchzell, einen Punkt hatten wir uns mindestens verdient«, berichtete ein enttäuschter Torhüter und Co-Trainer Jan Wüst nach der letzten Partie des Jahres 2022.

Trotz des Fehlens der Rückraumspieler Max Rühl und Torben Weinandt boten die Mittelhessen dem Team aus Unterfranken von Beginn an Paroli. Zwar hielt Kirchzell nach einer Viertelstunde eine 10:8-Führung in Händen, mit einer Auszeit von Coach Lex änderte sich das Spielgeschehen dann aber recht schnell. Pohlheim stand nach einer Umstellung auf eine 6:0-Abwehrvariante defensiv nun wesentlich besser und nutzte die sich bietenden Chancen. So sorgte Linkshänder Stefan Lex nach 19 Minuten für den 11:11-Ausgleich, beim 13:12 (24.) durch Rechtsaußen Thimo Wagner lag Pohlheim erstmals seit dem 1:0 (1.) wieder in Führung. Wagner war es dann auch, dem der letzte Treffer des ersten Durchganges gelang, sodass der Aufsteiger mit einem 17:15-Vorsprung in die Kabinen ging.

Und auch in der zweiten Halbzeit deutete zunächst wenig darauf hin, dass Kirchzell die Partie noch drehen könnte. Nach 40 Minuten hatte Youngster Fabian Neul zum 24:21 für die HSG eingeworfen, Kreisläufer Mo Lambrecht wenig später auf 26:23 (46.) gestellt. Doch nach dem 27:24 (49.) wurde es langsam enger, da Pohlheim sieben Minuten ohne Treffer blieb. Nach dem 28:26 durch Lex kam Kirchzell nach 57 Minuten sogar zum 28:28-Ausgleich, was Johannes Träger aber umgehend mit dem 29:28 (57:07 Minuten) beantwortete. Es sollte allerdings der letzte Treffer der HSG gewesen sein, da sich wie eingangs erwähnt ausgerechnet in der Crunchtime Fehler einschlichen. Und weil die Gastgeber in den folgenden drei Angriffen drei Treffer erzielen, hatte sich Kirchzell den Heimerfolg nach Joshua Osifos Treffer zum 31:29 doch gesichert.

Kirchzell: Jörg, Löffelmann - Meyer-Ricks (4/1), Osifo (5), Ihmer, Spieß (8), Heinrich, Mattern, Hauptmann, David (3), Schnellbacher (1), Häufglöckner, Gläser (4), Soloviov, Blank, Polixenidis (6).

Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner (2), Johannes Träger (3), Tom Gilbert, Andreas Lex, Lambrecht (3), Lukas Happel, Neul (4), Drommershausen (1), Niclas (4), Stefan Lex (7), Schier, Nikolas Happel (2), Friedl (3), Kludt.

Schiedsrichter: Mischinger/Näther (Naumburg/Hohenmölsen) - Zuschauer: 280 - Zeitstrafen: zwei (Spieß, David) - drei (Johannes Träger, Neul, Nikolas Happel) - Siebenmeter: 3/1 - 1/0.

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