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Dunkel war’s, der Mond schien helle

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Gießen (woe). Weil es ihm zu dunkel wurde, hat der Schiedsrichter die Partie des FC Gießen gegen den SC Münchholzhausen/Dutenhofen in der Fußball-Gruppenliga der Frauen beim Stand von 4:0 für den FC nach 78 Minuten abgebrochen. Währenddessen kassierte die SG Reiskirchen/Saasen gegen die SG Eschenburg mit 1:3 die dritte Niederlage in Folge.

FC Gießen - SC Münchholzhausen/Dutenhofen 4:0 (Abbruch wegen Dunkelheit): Lena Lenzen erweist sich für den FC immer mehr als Glücksgriff. Mit einem Doppelpack in der 8. und 11. Minute stellte der Neuzugang im Gießener Waldstadion schnell die Weichen auf Sieg. Für die klar überlegenen Gastgeberinnen trafen außerdem Blerina Dervishi per Strafstoß (50.) und Kapitänin Agnes Jocksch (76.). Schiedsrichter Timo Kutzschebauch unterbrach die Partie - Anstoß war um 17 Uhr - um 18.32 Uhr, zwei Minuten nach dem Tor zum 4:0, weil er aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit nicht mehr erkennen konnte, wie die Zweikämpfe verlaufen. Flutlicht gibt es im Waldstadion nicht.

FC-Trainer Andreas Schmid kann den Spielabbruch nicht nachvollziehen. Nach seiner Ansicht hätten die restlichen 12 Minuten problemlos über die Bühne gehen können. Der Unparteiische sei einfach vom Platz gegangen, ohne die Begegnung abzupfeifen. Flankierend habe er geltend gemacht, dass eine fast viertelstündige Verletzungspause hätte nachgespielt werden müssen, berichtet Schmid.

Der Fall landet nun beim Sortgericht. Das fällt eine Entscheidung erfahrungsgemäß innerhalb von 14 Tagen. Da mehr als zwei Drittel der regulären Spielzeit absolviert war, stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Entweder wird die Begegnung 4:0 für den FC gewertet, oder sie wird neu angesetzt.

Gegen die Entscheidung können beide Mannschaften Einspruch einlegen. Klassenleiterin Ute Maaß, die im Waldstadion als Zuschauerin vor Ort war, wollte sich unter Hinweis auf ein schwebendes Verfahren nicht äußern.

SG Reiskirchen/Saasen - SG Eschenburg 1:3 (0:1): Wie in den vorangegangenen beiden Partien boten die Gastgeberinnen vor allem in der ersten Halbzeit eine desolate Leistung. Nach Gegentreffern in der 36. und 58. Minute verkürzte Marie Lang per Kopfball auf 1:2 (71.). Doch das 1:3 sieben Minuten später erstickte die Aufholjagd im Keim. Coach Jan Becke ist ratlos. »Unter der Woche trainieren wir gut. Warum wir samstags, wenn es gilt, nichts auf die Reihe kriegen, ist mir schleierhaft«, sagt er. Gegen Eschenburg hatten die Reiskirchenerinnen in 90 Minuten gerade mal zwei Torchancen.

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