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Eigene Zuschauer zufriedenstellen

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Von: Rolf Birkhölzer

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Mario Schappert hat nach dem 6:2-Erfolg des SC Waldgirmes in Walldorf gut lachen, wäre aber sicher richtig zufrieden, wenn endlich einmal zwei Siege in Folge eingefahren werden könnten. Foto: Bär © Bär

Gießen (bir/rma). Heute steigt das Tabellennachbarn-Duell der Fußball-Hessenliga in Fernwald, wenn der FSV als Rang-Siebter den Sechsten Rot-Weiß Walldorf empfängt. Dabei darf man gespannt sein, wie das Team aus dem Mörfeldener Stadtteil die ebenso klare wie verdiente 2:6-Heimschlappe gegen den SC Waldgirmes verkraftet hat. Und dieser SCW geht mit entsprechend viel Selbstbewusstsein in die Partie gegen Unter-Flockenbach.

FSV Fernwald - RW Walldorf (Heute, 14.30 Uhr): Der FSV dagegen geht mit einem 2:0-Erfolg beim TSV Steinbach II im Rücken in die zweite Rückrundenpartie. »Wir hatten in Steinbach ein schweres Spiel erwartet, sind geduldig geblieben und haben reif gespielt gegen eine Mannschaft, in der sieben U23-Talente standen. Steinbach hat einen ordentlichen Fußball gespielt. Ich bin froh über die drei Punkte, zumal es meist nicht leichte Spiele sind gegen unten stehende Mannschaften«, blickt FSV-Trainer Daniyel Bulut zufrieden zurück auf den zehnten Saison-Dreier bei der Regionalliga-Reserve.

Im Hinspiel in Walldorf hatten die Fernwalder vor den Toren Frankfurts beim Team um den Ex-Waldgirmeser Laurin Vogt, der in der Jugend der TSG Wieseck das Kicken gelernt hat, verdient mit 1:3 verloren. Daraus wollen Bulut und seine Spieler Lehren für die heutige Partie ziehen: »Walldorf verfügt über eine große Offensivwucht, die musst du durch frühes und intensives Pressing lösen. Und dann auskontern, wie es Waldgirmes vorgemacht hat. Außerdem ist es unser letztes Heimspiel vor zwei Auswärtspartien vor der Winterpause, da müssen wir alles raushauen und die Zähler hierbehalten, auch für unsere Fans. Wir wollen möglichst noch einige Punkte holen vor der Pause.« Dabei muss Bulut auf jeden Fall auf die Dienste der verletzten Manuel Dursun und Yannis Grönke verzichten, der Einsatz des ebenfalls angeschlagenen Nicolas Strack entscheidet sich kurzfristig.

Aufgebot Fernwald: Kleinheider, Fünfsinn, Kaguah, Burger, Bender, Muhic, Mukasa, Goncalves, Siebert, Solak, Hendrich, Hofmann, Woiwod, Markiewicz, Schäfer, Strack, Dervishi, Mohr, Schwabe.

SC Waldgirmes - SV Unter-Flockenbach (Sa., 14.30 Uhr): Gelingt dem SC Waldgirmes zuhause gegen Neuling SV Unter-Flockenbach etwas, das es in dieser Runde noch niemals gab? Das ist die Hessenliga-Frage in der Lahnaue. An den 20 Spieltagen zuvor ist es den Lahnauern nicht gelungen, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Die Voraussetzungen dafür, diesen Bann gegen den Gast von der Bergstraße zu brechen, könnten kaum besser sein. Selbstvertrauen dürfte nach der Klassevorstellung des SC vom 6:2-Erfolg bei Rot-Weiß Walldorf vorhanden sein. Die »Flockies« bekommen auswärts gewöhnlich nicht viel auf die Reihe und die Personalsituation bei Waldgirmes ist sehr gut. Der kopfballstarke Lukas Fries ist längst wieder an Bord, Gian Maria Olizzo bot zuletzt in Walldorf in seinem zweiten Spiel für den SC eine mit viel Tempo angereicherte Vorstellung, Lucas Hartmann und Max Schneider sind wieder voll belastbar und somit fehlen wohl nur die Verletzten Maximilian Wiessner und Natnael Tega. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trainer Mario Schappert seine siegreiche Elf wenig bis gar nicht ändert, ist hoch. »Vielleicht haben wir diese Drucksituation zuletzt gebraucht. Und vielleicht ist es auch gut, dass alle wissen, dass der Sieg in Walldorf nichts wert war, wenn jetzt nicht endlich einmal ein zweiter Sieg nachfolgt«, verdeutlicht Schappert. Ein Angriffspressing wird er schon alleine deshalb nicht verordnen, weil er um die Konterstärke der Gäste weiß.

Deren Trainer Mirko Schneider, übrigens bereits satte 19 Jahre an Bord, baut besonders auf die Dienste von Ausnahmespieler Nico Hammann. Der 34-jährige Ex-Profi, der aus dem Odenwald stammt, ist Dreh- und Angelpunkt der Unter-Flockenbacher sowie der Herr aller Standardsituationen. Ihn aus dem laufenden Spiel zu nehmen hieße vor allem, den starken Stürmern, wie etwa Linus Hebling, die Zufuhr abzuschneiden. »Ins offene Messer dürfen wir nicht laufen. Ich möchte, dass wir hinten in der Luft und am Boden die gleiche Stabilität zeigen wie in Walldorf«, verlangt Mario Schappert. Damit endlich das klappt, was sich ganz Waldgirmes erhofft: Einem Dreierpack gleich den Nächsten folgen lassen!

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