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Ein Abend zum Vergessen

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Von: Nico Hartung

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Nur selten so frei beim Wurf: Jannik Hofmann unterliegt mit dem TV Hüttenberg gegen Konstanz. Foto: Röczey © Röczey

Hüttenberg. Damit hätten im Vorhinein wohl nicht einmal die größten Pessimisten gerechnet! Der TV Hüttenberg hat sich am Mittwochabend vor heimischem Publikum der HSG Konstanz mit 26:28 (10:13) geschlagen geben müssen - und dies völlig verdient.

Zwar keimte bei den Schützlingen von Trainer Johannes Wohlrab am Ende noch einmal zarte Hoffnung auf, da die Hüttenberger in der Schlussphase gleich mehrere Male auf einen Treffer verkürzen konnten, jedoch ließ sich das junge Konstanzer Ensemble seinen ersten Auswärtssieg der laufenden Saison nicht mehr nehmen.

TV Hüttenberg - HSG Konstanz 26:28

Dass das im Vorfeld zum »Muss-Spiel« deklarierte Kräftemessen gegen den Aufsteiger böse enden könnte, ahnte der TVH-Anhang bereits zu Beginn. Denn nachdem Jannik Hofmann die vorerst letzte TVH-Führung zum 2:1 (6.) erzielt und Konstanz seine Anfangsnervosität abgelegt hatte, lief bei den Gastgebern überhaupt nichts mehr zusammen. Der Neuling vom Bodensee, der in den vergangenen beiden Partien seine ersten drei Punkte in dieser Spielzeit überhaupt hatte einfahren können, spielte seine Überzahl im Sieben gegen Sechs präzise aus und führte nach einer Viertelstunde durch einen Treffer von Linksaußen Aron Czako mit 7:2.

Abgezockter

Garant für diese Führung war allerdings weniger eine starke Konstanzer Angriffsleistung, sondern vor allem der Mann zwischen den HSG-Pfosten: Leon Grabenstein parierte allein im ersten Durchgang neun Hüttenberger Würfe, was phasenweise einer überragenden Quote von 60 Prozent gehaltener Bälle entsprach.

Doch die Gastgeber waren noch nicht bereit, klein beizugeben. Nachdem beide Teams mit einem aus Hüttenberger Sicht noch schmeichelhaften 10:13-Zwischenstand in die Halbzeitpause gegangen waren, nutzten die Blau-Weiß-Roten die abermals auftretende Nervosität der Konstanzer und führten nach einem Doppelschlag von Moritz Zörb plötzlich mit 14:13 (35.). Die Begegnung kippte allerdings nicht zugunsten der Hausherren, weil sich die Gäste insgesamt schlicht als wacher, aufmerksamer und schließlich auch abgezockter erwiesen. So schnell die Hüttenberger Führung gekommen war, so schnell wurde sie dem »Original aus Mittelhessen« auch wieder abgenommen. So war das 15:19 durch Kapitän Timm Schneiders verwandelten Siebenmeter das erste Hüttenberger Tor nach neun erfolglosen vorangegangenen Minuten. Konstanz brachte die beiden Punkte am Ende mit Nervenstärke über die Ziellinie und darf sich über die ersten beiden Zähler in der Fremde freuen, während für den TVH bereits am Sonntag beim Auswärtsspiel in Coburg die Chance zur Wiedergutmachung besteht.

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