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Ein Derby am Freitagabend

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Gießen (mol). Mit einem mittelhessischen Duell wird der kommende Spieltag in der Frauenhandball-Oberliga eröffnet, bereits am Freitagabend stehen sich in Launsbach die gastgebende HSG Wettenberg und die HSG Lumdatal gegenüber. Während Tabellenführer TSG Leihgestern am Sonntagabend nach Südhessen reisen muss, genießt die HSG Kleenheim-Langgöns am gleichen Tag Heimrecht.

HSG Wettenberg - HSG Lumdatal (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land): Nur eine Partie an den letzten drei Wochenenden konnten die Lumdatalerinnen absolvieren, blieben dabei aber gegen die TSG Oberursel (24:20) erfolgreich. Durchgespielt haben dagegen die Damen aus dem Gleiberger Land, die aber mittlerweile seit vier Spielen auf einen doppelten Punktgewinn warten müssen.

Der Sieg bei Germania Fritzlar II (21:21) glitt dem Team von Trainer Kai Nober am vergangenen Samstag in letzter Sekunde noch aus den Händen. Personell befindet sich Wettenberg in schwierigen Zeiten, da immer wieder Krankheiten oder Verletzungen für Improvisation sorgen. »Auch diesmal wird sich der Kader erst kurzfristig entscheiden. Trotzdem müssen wir einfach auf uns schauen, es wird auf den Druck ankommen. Einerseits darauf, Druck auf den Lumdataler Angriff zu bekommen und in Verbindung mit gutem Abwehr- und Torhüterspiel Bälle zu gewinnen. Aber auch darauf, im Angriff druckvoll zu agieren und die gegnerische Abwehr zu bewegen, um unsere Stärken ausspielen zu können«, beschreibt Wettenbergs Coach.

»Wettenberg stellt ähnlich wie wir eine gute Abwehr. Sie verteidigen sehr kompakt und gehen darüber immer wieder ins Tempospiel über. Das zeichnet sie wirklich auf. Auch auf das Eins-gegen-Eins-Spiel müssen wir besonders aufpassen«, so HSG-Trainer Marcel Köhler, der aber mit einer ausgeglichenen Begegnung rechnet. »Sie haben mit Schuldt, Tröller, Tafferner, Münch oder Goncalves mehrere Spielerinnen, die Qualität besitzen und schon jahrelang auf diesem Niveau spielen. Ich hoffe, dass einige Zuschauer kommen werden und es eine spannende Partie wird!«

HSG Kleenheim-Langgöns - SV Germania Fritzlar II (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Nach der Niederlage im Topspiel bei der TSG Leihgestern gilt es für die Kleebachtalerinnen nun, den Druck weiter aufrechtzuerhalten und wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Dabei baut das Team von Trainer Martin Saul auf seine makellose Heimbilanz (vier Spiele, vier Siege) und ist nicht nur deshalb gegen den Fünften aus Nordhessen in der Favoritenrolle, denn Fritzlar II muss mittlerweile seit vier Spielen auf einen Erfolg warten.

»Für uns steht in dem Heimspiel natürlich Wunden lecken an. Nachdem wir letzte Woche unser Tempospiel scheinbar schlichtweg vergessen haben, wird es drauf ankommen, diese Stärke wieder auszupacken. Gegen Fritzlar wird es auch darauf ankommen, die guten Schlagwürfe der Rückraumspielerinnen zu verteidigen«, so SGK-Trainer Martin Saul, der gegen die Nordhessinnen - von der Langzeitverletzten Torhüterin Madeleine Buhlmann abgesehen - wohl auf seinen gesamten Kader wird zurückgreifen können.

HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden - TSG Leihgestern (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Braunshardt): Ein echtes Highlight liegt hinter dem Tabellenführer, der den Angriff von Verfolger Kleenheim-Langgöns abwehren und Platz eins vor toller Kulisse dank des 28:24-Erfolges untermauern konnte. Doch umso schwerer ist nun die nächste Aufgabe im »Ligaalltag«, wo es gilt, die starke Leistung zu bestätigen und die Spitzenposition zu festigen. Und das wird nicht einfach, denn die Erinnerungen an den letzten Auftritt in Braunshardt im Mai (18:23) sind schlecht.

»Nach dem hart erkämpften Sieg gegen Kleenheim-Langgöns kämpfen wir mit einigen Blessuren, aber wir sind das über die Saison ja schon gewohnt. Wir werden auch diesmal damit umgehen«, so TSG-Trainerin Jonna Jensen, die aber vor dem Tabellenachten warnt. »Sie haben schon viele gute und auch knappe Spiele abgeliefert. Daher müssen wir konzentriert zu Werke gehen und ebenso motiviert an das Spiel herangehen wie letzte Woche. Und natürlich wollen wir es dort diesmal besser machen als im letzten Jahr!«

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