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Ein echtes Spitzenspiel

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Wettenberg (miw). Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga Mitte der Männer bezwang die HSG Lumdatal die HSG Wettenberg in deren Halle mit 36:34 (16:16). Die 450 Zuschauer in der vollbesetzten Sporthalle in Launsbach sahen eine torreiche Partie, in der die Gäste nicht ein einziges Mal in Rückstand gerieten und folgerichtig das Parkett als Sieger verlassen konnten.

HSG Wettenberg - HSG Lumdatal 34:36

Beide Teams konnten im bisherigen Saisonverlauf stets souveräne Siege einfahren und grüßten vor Anpfiff folgerichtig von Platz eins und zwei in der Tabelle. Nach dem Derbysieg grüßt nun nur noch die HSG Lumdatal als einziges Team ohne Verlustpunkte von der Tabellenspitze. »Ich bin einfach nur glücklich und stolz über den Sieg und die Leistung, die wir heute gezeigt haben. Das war ein enges Spiel zwischen den aktuell wohl beiden besten Mannschaften der Liga. Insgesamt geht der Sieg für meine Mannschaft in Ordnung, denke ich«, sagte ein sichtlich zufriedener Gäste-Trainer Eike Schuchmann im Anschluss der Partie. Sein Gegenüber, Thomas Schäfer, war mit der Darbietung seiner Mannschaft nur in Teilen zufrieden: »Wir haben es über weite Strecken nicht geschafft, in der Abwehr kompakt und im Verbund zu verteidigen. Wir hatten bei Unentschieden häufig die Chance, auch mal selbst in Führung zu gehen, das haben wir leider nicht geschafft. Die Anzahl der Gegentore ist zu hoch, Lumdatal hat verdient gewonnen.«

In der tor- und temporeichen Anfangsphase legte Lumdatal stets mit einem Tor vor, Wettenberg schaffte es jedoch immer wieder, nachzuziehen. Insbesondere Rückraumschütze Aron Weise zeigte sich in den ersten Minuten treffsicher, beim 7:7 markierte er bereits seinen vierten Tagestreffer. Beim 11:13 aus Sicht der Heim-Sieben betrug der Rückstand erstmals zwei Treffer, was Schäfer zu einer ersten Auszeit veranlasste. Die Partie blieb spannend. So kamen die Gastgeber beim 15:15 erneut zum Ausgleich. Insgesamt zeigten sich die Gäste offensivstark - Wettenberg schaffte es nicht, das Angriffsspiel der HSG Lumdatal in den Griff zu bekommen und daraus einfache Tore in Form von Tempogegenstößen zu erzielen.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten eindeutig den Gästen, die sich beim 21:18 auf drei Tore absetzten. Einmal mehr griff Schäfer zur grünen Karte, beim 22:23 (43.) erzielteWettenberg erneut den Anschlusstreffer. Die Auswärts-Sieben, angeführt von der starken Rückraumreihe Rein, Köhler und Kühn sowie den treffsicheren Ziegler am Kreis und Kern auf Linksaußen behaupteten die knappe Führung oder ließen zumindest keine Führung der Wettenberger zu. So war es Köhler, der mit einem Dreierpack zum 32:29 (55.) die Weichen auf Sieg stellte. Kreisläufer Leon Ziegler machte mit dem 34:30 zweieinhalb Minuten vor dem Ende alles klar.

HSG Wettenberg: Laudt; Schwarz(1), Anhäuser(2), Werner(4), Warnke(3/3), Schnepp, Schmidt(5), Schmeel(4), Oyono(5), Piesch(4), Weise(6), Lauber, Wingefeld

HSG Lumdatal: Kaiser, Schneider; Kühn(8), Henke, Bierbrauer, Schmitz(1), Rein(6), Mohr(2), Schlapp, Hofmann, Kern(6), Ziegler(7), Köhler(6), Vogel. - Schiedsrichter: Behler/Kowalczyk. - Zeitstrafen: 12:2 Minuten. - Siebenmeter: 3/3:0/0.

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