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Ein Feuerwerk bringt dritten Sieg

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Von: Christian Németh

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In Ulm bei der TSG Söflingen der Dreh- und Angelpunkt im Licher Spiel: Felix Schweizer. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Die 350 Kilometer lange Anfahrt nach Ulm hat sich aus heimischer Sicht gelohnt: Am Sonntagabend setzten sich die Korbjäger von Lich Basketball nach einem regelrechten Offensiv-Spektakel mit 112:89 bei der TSG Söflingen durch. Für die Brauereistädter, die in der Tabelle der 1. Regionalliga Südwest auf Rang sechs klettern, war das bereits der dritte Sieg im fünften Pflichtspiel.

TSG Söflingen - Lich Basketball 89:112

»Das Ergebnis sagt schon viel aus, viele Punkte, über 200 insgesamt«, konstatierte LB-Headcoach Viktor Klassen mit zufriedenem Unterton nach dem erneut deutlichen Triumph seiner Farben, die erst in der Vorwoche die Baskets Limburg mit 93:60 in die Schranken verwiesen hatten.

Der bessere Start gehörte diesmal allerdings den Hausherren, die nach vier Zeigerumdrehungen zunächst einen 9:4-Vorteil für sich zu beanspruchen wussten. Wirklich beeindruckt zeigten sich die Mittelhessen jedoch nicht und zündeten - angeführt vom starken Felix Schweizer (30 Punkte) - ab der fünften Minute einen ersten 12:0-Lauf binnen nur 90 Sekunden, in dessen Folge sie sich auf 28:12 absetzten. Anschließend waren allerdings noch einmal die Hausherren, deren Top-Scorer Marko Markovic die Wetterstädter in Halbzeit eins noch nicht wirklich kontrollierten, am Zug. Bis zur ersten Viertelpause pirschte die TSG auf 25:29 (10.) heran.

Im zweiten Quarter (18:36) schaltete Lich in der Vorwärtsbewegung einen Gang nach oben und präsentierte sich insbesondere bei den Distanzwürfen in blendender Verfassung. Insgesamt versenkte das Klassen-Team vor der Halbzeitpause, vor deren Eintritt die Licher noch einmal einen 8:0-Run ablieferten, elf von 16 Drei-Punkte-Versuche. Am Ende der Partie lag die Licher Quote in dieser Rubrik immer noch bei überragenden 68 Prozent (17/25).

Nach dem Kabinengang meldete sich Söflingen dank einer aggressiven Ganzfeldpresse noch einmal zurück und brachten den Gäste-Vorteil bis zur 30. Minute merklich zum Schmelzen (71:81, 30.). Im letzten Viertel konterten die Wetterstädter schließlich mit einer Zonen-Defensive, mit der die TSG überhaupt nicht mehr zurechtkommen sollte. Nach einem letzten Licher 9:0-Ansturm kurz vor Schluss war der Kantersieg des angereisten Aufsteigers in Stein gemeißelt.

»Wir wollten das Ding nach so einer langen Auswärtsfahrt unbedingt, da wollten wir uns eine Niederlage nicht zumuten. Wir haben als Team sehr gut agiert und auch unsere Bankspieler haben es richtig gut gemacht, das freut mich einfach«, lobte Viktor Klassen nach der erfolgreichen Dienstreise nach Baden-Württemberg. Am kommenden Sonnabend (19 Uhr) ist Lich wieder in eigener Halle gefragt. Dann kommt es zum Duell mit dem punktgleichen Tabellenvierten SG Mannheim.

Lich Basketball: Hoxhallari (6), Keller (7), Wagner (12), Schweizer (30), Roith (4), Ribbecke (18), Jakob (2), Bölke (6), Lischka (27).

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