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»Ein ganz wichtiger Baustein«

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Eine Stütze der Youngsters: Phil Spandau. Foto: Röczey © Röczey

Gießen. Spandau - dieser Name taucht in den letzten Wochen nicht nur an der Seitenlinie der Drittliga-Mannschaft der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen auf, sondern auch auf dem Spielfeld. Die Rede ist von Phil Spandau, Sohn des A-Lizenz-Inhabers und HSG-Trainers Axel Spandau und eigentlich in der Jugendhandballbundesliga bei den Mittelhessen Youngsters wichtige Stammkraft.

»Phil ist ein ganz wichtiger Baustein für unser Team, er steuert von seiner Position unser Spiel und konnte zuletzt einen großen Schritt nach vorne machen. In unserem Angriff ist er nicht mehr wegzudenken, körperlich kann er noch zulegen. Charakterlich ist er ein super feiner Kerl, der in jedem Training und Spiel immer 100 Prozent gibt«, lobt Youngsters-Trainer Mario Weber den 17-jährigen Mittelmann. Neben Mario Weber und Sebastian Roth war zuletzt auch sein eigener Vater (wieder) sein Trainer. Als sich aber Offensivantreiber Leon Boczkowski im Spiel der Grün-Weißen Anfang Dezember gegen Gelnhausen schwer verletzte, sprang der Trainer-Sohn in die Bresche und steuerte bei der 22:30-Niederlage prompt einen Treffer bei.

Seit der Verletzungsmisere der Dutenhofener muss die Spandau-Truppe gezwungenermaßen verstärkt auch auf die Akteure der Mittelhessen Youngsters zurückgreifen, Phil ist auf seiner Position ein wichtiger Teil davon. Die Kombination der Familie Spandau ist dabei eine besondere, die es so vor wenigen Jahren mit Thomas Weber (heute U19-Trainer und Jugendkoordinator der TVG Junioren Großwallstadt) und Sohn Ian (heute TV Hüttenberg) schon einmal gegeben hat.

Wie es ist, den eigenen Vater als Trainer zu haben, für zwei Teams aufzulaufen und was seine Ziele für die Zukunft sind, haben wir den sympathischen Schüler der Goetheschule im Interview gefragt.

Hallo Phil, die letzten Einsätze in der 3. Liga und der Jugendhandballbundesliga sind vorüber. Wie sehen Ihre Tage nun aus?

In der Woche nach Weihnachten ist es geplant, dass ich zwei- oder dreimal mit der U23 der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen trainiere und werde anschließend ein paar Einheiten Krafttraining einbauen werde.

Sie sind, wie Ihr Mario Weber auch sagt, ein wichtiger Baustein im Team der Mittelhessen Youngsters, wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Die Vorrunde war sehr durchwachsen. Wir haben teils guten Handball gespielt, jedoch konnten wir dies selten über die gesamte Spieldauer halten, weil wir viele Konzentrationsfehler gemacht haben. Wir haben viele Bälle verworfen oder technische Fehler gemacht. Dieses Bild setzte sich auch in den ersten beiden Pokalspielen fort. So kam es, dass wir einige Spiele in der entscheidenden Phase dann verloren haben. Daran wollen wir arbeiten.

Neben den Youngsters wurden Sie zuletzt auch im Drittliga-Team der HSG gebraucht, Ihr Vater ist dort der Trainer. Wie ist das Für Sie, was ist das Besondere daran?

Es ist nicht ganz neu für mich, ich kenne es tatsächlich schon, da mein Vater uns auch schon in der Hüttenberger D-Jugend damals trainiert hat. Damals wie heute gilt: Wenn ich die Halle betrete, wird mein Vater zum Trainer. Aber klar ist der Handball auch zu Hause bei uns großes Thema. Wir besprechen meine Leistungen, ich bekomme immer wieder kleine Tipps, wo ich mich verbessern kann und ich versuche das, im nächsten Training dann umzusetzen. Natürlich gibt es aber auch ab und zu mal Kritik an meinen Leistungen.

Phil, welche (sportlichen) Wünsche haben Sie für das Jahr 2023?

Mit der U23 in der 3. Liga ist das große Ziel, erstmal die Klasse zu sichern. Dabei erhoffe ich mir persönlich, dass ich weiter Erfahrung und einigen Minuten sammeln darf. Mit den Mittelhessen Youngsters wollen wir uns schon um das Viertelfinale im DHB-Pokal mitspielen. Dass es schwer wird, unter die ersten beiden Teams in unserer Gruppe zu kommen, wissen wir. Mit der Rodgau Nieder-Roden und dem HSC 2000 Coburg haben wir gegen beide Favoriten leider schon verloren.

Welche Wünsche und auch Ziele haben Sie dabei für Ihre persönlichen handballerische Zukunft?

Ich möchte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dazu gehören für mich technische, aber auch persönliche und körperliche Aspekte. Der Einstieg im aktiven Männerbereich auf diesem Niveau hilft mir dabei natürlich sehr.

Name: Phil Spandau

Geburtsdatum: 17.5.2005

Wohnort: Hüttenberg

Position: Rückraum Mitte

Beruf / Schule: Goetheschule Wetzlar (E-Phase, 11. Klasse)

Bisherige Vereine: TuS Vollnkirchen, TV Hüttenberg, aktuell: Mittelhessen Youngsters U19

mit Phil Spandau

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