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Ein Tor für doppelte Premiere

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Von: Thomas Suer

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Das Runde muss auch auswärts ins Eckige. Kann ja für die Gießener um Leonid Akulinin (r.) nicht so schwer sein. Foto: Ben © Ben

Gießen. Es sind zwar erst sechs Spieltage absolviert in der Fußball-Hessenliga, aber interessant ist die Heim- und Auswärtstabelle aus Sicht des FC Gießen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison.

KSV Baunatal - FC Gießen (Sa., 14.30 Uhr)

Zu Hause nämlich ist der FCG gemeinsam mit RW Walldorf und der U21 der Frankfurter Eintracht das einzige Team, das all seine Partien gewonnen hat. In der Fremde indes gibt es keine andere Mannschaft, die wie die Rot-Weißen noch kein einziges Tor erzielt hat. Immerhin taucht auf der Haben-Seite ein Zähler auf - drei Clubs sind auswärts derweil komplett ohne Punkte.

Stellt sich die Frage, wie Trainer Daniyel Cimen diese Bilanz wertet. »Ich bin kein Freund von solchen Statistiken«, sagt der 37-Jährige, der darüber hinaus darauf verweist, wie jung die Runde nach wie vor ist. Klar ist aber, dass »wir den Bock umstoßen wollen«. Wobei Cimen anmerkt, es sei nicht so gewesen, »dass wir auswärts nichts auf die Reihe kriegen. In Waldgirmes beim 0:0 waren wir dem 1:0 näher und beim 0:1 in Weidenhausen mussten oder durften wir nicht verlieren.«

An diesem Samstag haben die Gießener die Chance, mit dem ersten Treffer und ersten Dreier gleich eine doppelte Premiere zu feiern, wenn die Lahnstädter beim KSV Baunatal gastieren (Anstoß 14.30 Uhr). Die Nordhessen hatten dem FC Gießen einst im Frühjahr 2019 im Hessenpokal-Halbfinale im Elfmeterschießen den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals vermiest. Damals wie heute Trainer beim KSV ist Tobias Nebe, der mit seinen Schützlingen als Achter mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen dasteht. »Wir müssen die richtige Balance finden und mutiger auftreten«, fordert Daniyel Cimen, der mit seinen Mannen unter der Woche viel am Spiel mit dem Ball gearbeitet hat, »weil wir da noch einiges an Optimierungsbedarf haben.« Hoffnung macht dabei der überzeugende Auftritt von Sturm-Neuzugang Leonid Akulinin beim 1:0 über den FC Eddersheim.

Zwei andere Offensivkräfte bereiten dagegen Sorgen. Aykut Öztürk hat sich zusätzlich zum ohnehin diagnostizierten Bänderriss im Fuß auch noch einen Sehnenabriss zugezogen, wodurch das Jahr 2022 für den 34-Jährigen, der operiert werden muss, gelaufen ist. Es ist möglich, dass die Ausfallzeit auch darüber hinaus dauern wird. Mert Pekesen wird vier bis sechs Wochen fehlen (angebrochenes Wadenbeinköpfchen, Innenbandanriss). Die vollständig genesenen David Toprak und Keanu Hagley nehmen voll am Mannschaftstraining teil und sind Optionen für den Kader. Das Personal, das er zur Verfügung hat, stellt Cimen auf einen »physisch starken und eingespielten Gegner« ein.

Ein Torfestival ist in den 90 Minuten nach dem bisherigen Saisonverlauf übrigens nicht unbedingt zu vermuten, denn es duellieren sich die beiden Teams, bei deren Beteiligung die wenigsten Treffer gefallen sind. Aber - und das weiß nicht nur Daniyel Cimen - wird die junge Spielzeit noch einige Wendungen erfahren.

Aufgebot FC Gießen: Lapcic, Smajlovic - Abdel-Ghani, Fink, Besso, Tatchouop, Calabrese, Vural, Harder, Hagley, Toprak, Assar, Mangafic, Litzinger, Kireski, Beal, Mahmuti, Filsinger, Akulinin. - Es fehlen: Öztürk (Bänderriss im Knöchel/Sehnenabriss), Pekesen (angebrochenes Wadenbeinköpfchen/Innenbandanriss), Duschner, Akkus Rodriguez (beide im Aufbau).

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