1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ein trauriges Jubiläum

Erstellt: Aktualisiert:

gispor_0705_cimen_070522_4c
Sein 100. Regionalligaspiel mit dem FCG: Ein letztes Mal dirigiert Daniyel Cimen seine Elf heute zuhause in der vierthöchsten Liga. © Ben

Gießen (thos/rd). Ein Jubiläum mit traurigem Anlass: Wenn der FC Gießen am heutigen Samstag zu seinem 100. Spiel in der Regionalliga Südwest die TSG Hoffenheim II im Waldstadion empfängt, wird das auch der Abschied vor heimischem Publikum aus dieser Spielklasse sein.

FC Gießen - TSG Hoffenheim II (Samstag, 14 Uhr)

Nach drei Jahren Zugehörigkeit zur 4. Liga steht der Abstieg des FCG seit der 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende bei RW Koblenz auch rein rechnerisch fest. Viele Spieler werden nicht bleiben, der Club steht insofern vor einem erneuten Umbruch. Wie (und ob) es in der Hessenliga weitergehen wird, das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Daniyel Cimen sagte am Freitag dazu: »Wir sind in guten und konstruktiven Gesprächen, wie es weitergehen kann«, fügte aber auch hinzu: »Es wird natürlich nicht einfach, auch was die Rekrutierung von Spielern angeht.« Der 37-Jährige, der ein weiteres Jahr Vertrag bei den Rot-Weißen besitzt, lässt sich nicht in die Karten schauen, nach voller Überzeugung klingen seine Bedenken (»es wird schon zeitlich knapp, Spieler zu finden, denn viele sind ja schon unter Vertrag«) indes nicht. Das aber ist Interpretationssache der im Hintergrund laufenden, offensichtlich ergebnisoffenen Gespräche zwischen Notvorstand Turgay Schmidt, dem Sportlichen Leiter Christian Memmarbachi und eben Cimen.

Am Abstieg, »für den es sicherlich nicht den einen einfachen, sondern vielerlei Gründe gibt«, wie Cimen ausführt, habe er ein, zwei Tage richtig zu beißen gehabt, »auch wenn es sich schon abgezeichnet hatte. Aber wenn man es dann realisiert, ist es schon hart«, fügt aber an: »Wie immer im Leben muss es weitergehen.«

Und weiter geht’s bereits heute gegen Hoffenheim. Die Mannschaft hat damit die Aufgabe vor der Brust, die Runde an den letzten beiden Spieltagen anständig zu Ende zu bringen. »Es ist auch der letzte Eindruck, der haften bleibt«, meint Cimen, »wir wollen die bestmögliche Platzierung erreichen.« Es wird zu beobachten sein, wie sehr sich das Team noch aufraffen kann. Im Idealfall ist für das Schlusslicht Rang 16 drin, den momentan die SGS Großaspach mit vier Zählern Vorsprung belegt. Um wenigstens die Rote Laterne lozuwerden, muss ein Punkt auf den PK Pirmasens beziehungsweise Schott Mainz wettgemacht werden. Noch nicht ganz gesichert hat derweil die Hoffenheimer Bundesliga-Reserve den Klassenerhalt. Um den Funken Restzweifel zu vertreiben, sollte »Hoffe zwo« einen Punkt einfahren. Das Hinspiel gewannen die Gießener übrigens mit 2:1 - ein Ergebnis, das ihnen auch sicher diesmal schmecken würde. Obwohl es die Enttäuschung über den Abstieg nicht wird lindern können.

Verträge von Burgio und Mohr aufgelöst

Nicht mehr im Aufgebot sind Giuseppe Burgio und Niclas Mohr. In einer Pressemitteilung gab der Verein am Nachmittag bekannt, dass deren Verträge zum 30. April »in beiderseitigem Einvernehmen« aufgelöst worden seien.

Aufgebot FC Gießen: Löhe, Birol; Beal, Kling, Gaudermann, Sarr, Itoi, Sawada, Fisher, Fink, Trkulja, Münn, Sevim, Öztürk, dos Santos, Owusu, Takehara.

Auch interessant