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Ein Umbruch und seine Folgen

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Thomas Schäfer zieht bis dato eine positive Saisonbilanz. Foto: PeB © PeB

Wettenberg. In einer extrem ausgeglichenen Männerhandball-Landesliga Mitte, in der zwischen dem Ersten und dem Sechsten lediglich zwei Punkte liegen, kommen den direkten Duellen große Bedeutung zu. Ein solches steigt am Sonntagabend (18 Uhr) in der Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land in Launsbach, wo die gastgebende HSG Wettenberg im Mittelhessen-Derby den punktgleichen Tabellennachbarn HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III empfängt.

Im Interview spricht Wettenbergs Trainer Thomas Schäfer über den Saisonstart und natürlich über das Wochenend-Duell.

Fünf Siege zu Beginn, zuletzt zwei Niederlagen. Wie fällt ihr Fazit bisher aus?

Der direkte Wiederaufstieg war von Anfang an nicht als Ziel ausgegeben, da wir im Sommer einen erheblichen Umbruch hatten und sechs neue Spieler einbauen mussten. Was besonders in diesem Jahr schwierig war, da die letzte Saison enorm lang und die Vorbereitung extrem kurz war.

Mit dem Start war ich zufrieden, wobei natürlich viele unserer ersten Gegner nicht unbedingt oben mitspielen dürften. Richtig stark war unser Spiel gegen Wiesbaden (28:19). Da hat das Team gezeigt, was in ihm steckt. Aber Rückschläge sind nach einem Umbruch ganz normal und letztlich ist bei zwei Punkten Rückstand auf die Plätze ganz oben ja noch nicht viel passiert.

Bei den Niederlagen gegen umdatal (34:36) und bei Hochheim/Wicker (28:39) musste Ihr Team 75 Gegentore hinnehmen. Ist die Abwehr aktuell das Problem?

Nein. Natürlich müssen wir unsere Intensität in der Abwehr in den nächsten Spielen wieder steigern, aber die hohe Zahl der Gegentore hat verschiedene Gründe. In der Anfangsphase in Wicker haben wir beispielsweise zahlreiche Treffer über Gegenstöße kassiert. Zudem waren manche meiner Jungs gegen solch abgezockte Spieler wie Chris Grundmann, der ja nun schon viele Jahre Dritte oder Oberliga gespielt hat, einfach zu grün. Wir wollten nach einem umkämpften Spiel gegen Lumdatal alles besser machen, aber wenn man Dinge zu sehr will, wird es meistens schlechter. Zudem merkt man, dass alle Mannschaften gegen einen Oberliga-Absteiger besonders motiviert sind, alles geben und auch nichts zu verlieren haben. Aber ich denke, das freie letzte Wochenende hat den Köpfen gut getan für die nächsten Aufgaben.

Am Wochenende gastiert mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III ein Aufsteiger in Launsbach, der es ebenso auf 10:4 Punkte bringt. Wie schätzen Sie Ihren kommenden Gegner ein und worauf wird es ankommen, wenn der sechste Saisonsieg eingefahren werden soll?

Dutenhofen/Münchholzhausen ist für mich kein klassischer Aufsteiger, denn sie verfügen über zahlreiche Spieler, die schon höherklassig gespielt haben. Zudem haben sie eine sehr gute Mischung aus erfahrenen Kräften - wie Dennis Agel, Hendrik Schaus oder Tobias Mühlhans - und jungen, hungrigen Spielern mit großer Qualität. Daher erwarte ich ein enges Spiel.

Wichtig wird sein, dass wir eine defensive Kompaktheit aufs Feld bekommen und auch wieder aktiver verteidigen. Zudem wird es wichtig sein, im Angriff unaufgeregt zu spielen und die Fehlerzahl im Vergleich zum letzten Spiel deutlich zu reduzieren.

mit Thomas Schäfer

(Trainer HSG Wettenberg)

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