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Eine Auswahl, mit der zu rechnen ist

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Auf dem Feld hat Heiko Krämer den gegnerischen Quarterback im Visier, außerhalb aber schon jetzt die anstehenden World Games in den USA. © AFVD/Krämer

Der Gießener Heiko Krämer landet mit der deutschen Nationalmannschaft im Flag Football einen Achtungserfolg bei den Weltmeisterschaften in Israel. Nächstes Ziel: die World Games.

Gießen. Ein Turnier, das Lust auf mehr gemacht hat. Mit dem achten Rang haben die deutschen Flag Footballer bei der Weltmeisterschaft in Jerusalem ihr Minimalziel erreicht. Minimalziel aus mehreren Gründen: Zum einen um sich im vorderen Drittel der Weltspitze weiter zu etablieren, zum anderen um das Ticket für die im Sommer in den USA stattfindenden World Games zu sichern. Der Verteidiger und Wahl-Gießener Heiko Krämer blickt auf drei Tage Spitzensport in Israel zurück - über erreichte Ziele, einem unbequemen Favoriten im Viertelfinale sowie die anstehende USA-Reise.

Herr Krämer, Ihr Ausflug nach Israel hat sich gelohnt, oder?

Absolut. Wir haben unser erklärtes Ziel erreicht und sind unter den Top Acht der Welt gelandet. In der Gruppenphase haben wir den zweiten Platz erreicht und mussten uns nur dem Vizemeister Mexiko geschlagen geben. Im Viertelfinale war dann leider schon Schluss.

Im direkten Vergleich musste sich die deutsche Auswahl dem späteren Finalisten Mexiko nur knapp geschlagen geben.

Ja, die erste Halbzeit lief nicht sehr gut für uns. Wir hatten Probleme gegen die gut aufgestellte mexikanische Mannschaft. Erst in der zweiten Halbzeit holten wir etwas auf, doch war der Rückstand am Ende zu hoch, als dass wir noch hätten etwas ausrichten können. Die Mexikaner haben es locker heruntergespielt.

In der ersten K.o.-Runde ging es aufgrund der Vorrunden-Platzierung direkt gegen die US-Boys. War das 18:64 ein deutlicher Klassenunterschied?

Der Klassenunterschied war klar zu spüren. Für mich war es überragend, gegen die beste Mannschaft der Welt zu spielen. Ich konnte sogar mehrfach den Ball blocken und einen Sack gegen den US-Quarterback einfahren. Danach ging es noch um die Platzierungsspiele gegen Österreich und Dänemark, die wir beide leider verloren. Es waren knappe Spiele, aber es sollte einfach nicht sein. Nichtsdestotrotz haben wir das Ticket für Alabama und werden dort nochmal zeigen, dass wir besser als Platz acht sind.

Wäre Frankreich der leichtere Viertelfinal-Gegner gewesen?

Ich denke, jeder andere Gegner wäre leichter als die USA gewesen, haha. Aber auch Frankreich ist ein sehr starkes Team.

Der achte Platz bedeutete auch die Qualifizierung zu den World Games, euer ausgesprochenes Minimal-Ziel. Ist bei diesem Turnier mit der deutschen Auswahl zu rechnen?

Ich denke, mit uns wird absolut zu rechnen sein. Wir haben aber noch viel zu tun und arbeiten daran. Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir wollen, sollten wir es auch auf das Treppchen schaffen. Insgesamt sind wir mit dem achten Platz im internationalen Bereich gut bedient. Nun werden wir sehen, was wir im Sommer in Alabama ausrichten können.

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