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Eine Einladung für Gegenstöße

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Londorf. Wie im Hinspiel so auch hat sich die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim für die HSG Lumdatal in der Dritten Frauenhandball-Liga auch im Rückspiel als mindestens eine Nummer zu groß erwiesen.

HSG Lumdatal - Mainz-Bretzenheim 15:33

Zog die Truppe von Trainer Marcel Köhler bereits im ersten Vergleich mit 16:36 den Kürzeren, untermauerte der Tabellenführer auch am Samstagabend seine Ausnahmestellung in Staffel D und feierte in Londorf einen ebenso ungefährdeten wie klaren 33:15 (18:8)-Erfolg.

Mithalten mit dem Primus konnte das Schlusslicht dabei letztlich nur rund zehn Minuten lang. »In der ersten Viertelstunde war das wirklich gut, auch spielerisch. Da haben wir auf Augenhöhe agiert, im Gegensatz zu den Gästen aber viele freie Bälle verworfen. Das war der Unterschied. Danach haben wir aber leider nahtlos an die Königsdorf-Leistung angeknüpft, keine Tiefe bei unseren Aktionen gehabt, viel zu viele leichte Fehler gemacht und Mainz-Bretzenheim zu Gegenstößen förmlich eingeladen. Nach gutem Beginn in Halbzeit zwei lief es am Ende dann genauso. Trotz der Stärke des Gegners war das keine gute Leistung, da erwarte ich von uns in den nächsten Spielen doch eine deutliche Steigerung«, bilanzierte HSG-Coach Köhler.

Obwohl die HSG im gesamten Verlauf der 60 Minuten kein einziges Mal in Führung liegen sollte, starteten die Lumdatalerinnen dennoch gut und boten dem hohen Favoriten in den Anfangsminuten die Stirn. So konnten Hanna Schwabauer (3:3, 8.) und Svenja Mohr (4:4, 10.) zumindest ausgleichen. Doch bereits in den folgenden Minuten wurden die Unterschiede deutlich, denn während sich die Köhler-Sieben unheimlich schwertat, zu klaren Torgelegenheiten zu kommen oder die guten zu nutzen, zündete Mainz-Bretzenheim immer wieder den Turbo.

Beim 10:5 (20.) waren die Gäste erstmals klar enteilt. Nachdem Carmie Schneider und Franziska Müller mit ihren Toren nochmal auf 7:10 (22.) verkürzt hatten, mussten die Gastgeberinnen in der letzten Phase der ersten Hälfte aufgrund zahlreicher Fehler aber noch einen Torhagel über sich ergehen lassen. Acht Mal traf der Tabellenführer in den letzten acht Minuten und zog dank eines 8:1-Laufes bereits zur Pause entscheidend auf 18:8 davon.

Trotz der klaren Verhältnisse kämpfte Lumdatal aber auch nach der Halbzeit um ein respektables Ergebnis und sich dank eines 4:0-Laufes nochmal von 9:20 (34.) auf 13:20 (39.) heran. Allerdings blieben die eigenen Fehler und auch das Torewerfen in der Folge das große Problem, was aber natürlich auch an der starken Defensive Mainz-Bretzenheims lag.

Diese gestatteten dem Köhler-Team zwischen der 39. und der 54. Minute nur einen einzigen Treffer, sodass der Tabellenführer auf 29:14 davonziehen konnte. Dass die HSG an diesem Abend zudem gleich sechs Siebenmeter ausließ, sprach neben einer starken Torhüterleistung aber auch für die Abschlussschwäche des Tabellenletzten. Die Mainzerin Katharina Mack brachte dann in der Schlussminute den 33:15-Endstand an.

Nach dem 17. Sieg im 17. Spiel nimmt das Team der ehemaligen Weltklassespielerin Ildiko Barna damit unbeirrt Kurs in Richtung zweiter Liga.

Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (1/1), Schlapp, Franziska Müller (1), Mohr (4/3), Schneider (4), Schwabauer (3), Hasenkamp, Madeleine Müller (1), Parma, Bulling, Smajek (1).

Mainz-Bretzenheim: Leinert, Schlesinger - Quetsch (7/5), Schneiders (2), Bach (7), Helle (4), Mack (3), Stolle (5), Schmitt (4), Köhler (2).

Schiedsrichter: Hartmann/Hennekes (Dortmund). - Zuschauer: 100. - Zeitstrafen: vier (Franziska Müller zwei, Mohr, Madeleine Müller) - zwei (Mack zwei). - Siebenmeter: 10/4 - 6/5.

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