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Eine Frage der Körner

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Melsungen (mol). Bei der heimstarken SG Kirchhof II hat eine personell dezimierte HSG Lumdatal am Sonntagabend in der Frauenhandball-Oberliga Hessen lange Zeit Paroli geboten, sich aber am Ende mit einer Niederlage auf die weite Heimreise machen müssen. 21:24 (9:11) hieß es aus Sicht des Drittliga-Absteigers, der den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz damit verpasste.

SG Kirchhof II - HSG Lumdatal 24:21

»Wir können mit unserer Leistung denke ich zufrieden sein und darauf aufbauen. Letztlich stand uns da heute ein Drittliga-Team gegenüber. Dieses bei 24 Toren zu halten, spricht für unsere gute Abwehrleistung und die starke Steffi Schütz im Tor. Am Ende haben uns einfach die Körner gefehlt, zumal wir nicht komplett waren. Zudem haben wir leider ein paar freie Bälle zu viel verworfen, sonst wäre hier sogar ein Sieg möglich gewesen«, fasste HSG-Coach Marcel Köhler die Partie zusammen.

Gegen eine personell wie erwartet deutlich verstärkte Spielgemeinschaft, die auf zahlreiche Stammkräfte der spielfreien ersten Mannschaft zurückgriff, gerieten die Lumdatalerinnen zwar schnell in Rückstand (0:2, 5., 3:5, 13.), spielten in der Folge aber stark und respektlos auf. Beim 5:5 hatte Anna Lena Boulouednine ausgeglichen, beim 7:6 durch Carmie Schneider lag die Köhler-Sieben dann in Führung.

Und nachdem Noemi Schneider nach knapp 20 Minuten sogar zum 9:6 eingeworfen hatte, sah es für die Gäste richtig gut aus. Was sich allerdings schnell ändern sollte, war es doch bereits der letzte HSG-Treffer des ersten Durchganges. Und so konnten die Gastgeberinnen beim 9:9 (27.) bereits ausgleichen und nach insgesamt fünf Treffern in Folge dann eine 11:9-Führung mit in die Kabine nehmen, da sich Lumdatal im Angriff doch einige Fehler erlaubte.

Und nachdem die Nordhessinnen kurz nach der Pause auf 16:12 davongezogen waren und Lea Bulling (dritte Zeitstrafe) die Rote Karte erhalten hatte (37.), schien sich Lumdatal auf der Verliererstraße zu befinden.

Doch das Köhler-Team, das auf Nina Hasenkamp und Kim Fuhrländer hatte verzichten müssen, bewies große Moral und kämpfte sich nochmal stark zurück. Ein 4:0-Lauf bedeutete nach 42 Minuten den 16:16-Ausgleich, Katha Smajek brachte die Mittelhessinnen dann sogar nochmal in Führung (18:17, 43.). In den folgenden zehn Minuten gelang der HSG dann aber trotz guter Chancen nur noch ein Siebenmetertreffer, sodass Kirchhof die Partie abermals drehen konnte und beim 23:19 für sich entschieden hatte.

Kirchhof: Rehbein, Virag - Grunwald, Hafner (7/4), Herwig, Seifert, Gondermann, Nöchel (3/1), Sauerwald (2), Peppler, Jaen Loro (3), Weitzel, Burau (1), Iker (8).

Lumdatal: Schütz, Schuster - Fürst (1), Franziska Müller (3), Mohr (3), Carmie Schneider (4), Noemi Schneider (1), Parma, Boulouednine (5/3), Bulling (3), Smajek (1), Böcher.

Schiedsrichter: Berg/Pasaribu (Hersfeld) - Zuschauer: 90 - Zeitstrafen: keine - vier (Bulling drei, Rote Karte, 37., Carmie Schneider) - Siebenmeter: 7/5 - 4/3.

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