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Eine Frage des Willens

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Waldgirmes (rma). Nimmt Fußball-Hessenligist SC Waldgirmes die zuletzt gezeigte Moral mit ins Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den FC Eddersheim? Das ist die Frage in der Lahnaue.

SC Waldgirmes - FC Eddersheim (Sa., 15 Uhr)

»Das 2:2-Remis bei der U21 in Frankfurt hat uns allen gutgetan. Was Kampf und Leidenschaft betrifft, waren wir dicht an hundert Prozent«, freut sich der Waldgirmeser Trainer Mario Schappert. Nicht minder erfreut war er darüber, dass ihm im Training unter der Woche bis zu 21 Feldspieler zur Verfügung standen. Kian Golafra ist allerdings nach überstandener Coronainfektion noch nicht fit für 90 Minuten, so dass wohl Claudius Fürstenau und Max Schneider wie in der letzten Woche auf der Doppelsechs beginnen.

In der Vorsaison gewann der SC beide Partien gegen Eddersheim, das zwei Zähler vor den Lahnauern rangiert. Schappert fordert, dass sich sein Team nicht erneut Phasen leistet, in denen es sich zu sehr auf die rein spielerische Komponente konzentriert. Die Grundtugenden des Fußballs will er in jeder Minute umgesetzt wissen. Mit dem Kontrahenten von der Main-Staustufe hat sich Schappert per Videostudium ausgiebig beschäftigt. »Vor allem hinten spielen sie mittlerweile extrem diszipliniert. Wir werden da verstärkt den Ball bekommen, ganz sicher aber nicht zehn herausgespielte Torchancen. Längst nicht jeder Angriff bringt gegen den FCE einen Abschluss. Wir brauchen Geduld«, weiß Schappert um den Fakt, dass Eddersheim bereits acht Mal »zu Null« spielte und seit vier Punktspielen ohne Gegentor ist.

Dass seine Jungs mittlerweile die zweitbeste Ligadeckung stellen, registriert FCE-Coach Christian Lüllig. Wirklich erleichtert ist Lüllig allerdings darüber, dass allmählich seine lange ausgefallenen Offensivkräfte zurückkehren. Kein Wunder, dass vorne wenige Tage nach dem 1:0-Sieg bei Eintracht Stadtallendorf der Knoten platzte und man bei Viktoria Sindlingen unter der Woche einen 14:1-Kreispokalerfolg herausschoss. »45 bis 50 Punkte für den Klassenerhalt sind das Minimalziel. Grundsätzlich aber wollen wir den personellen Umbruch, der uns zum zweitjüngsten Team macht, mittelfristig mit mehr Stabilität versehen. Der SC Waldgirmes stellt eine erfahrene, robuste Mannschaft, die sich mit uns in etwa auf Augenhöhe bewegt. Ich sehe da keinen Favoriten«, glaubt Lüllig. Was schließlich dafür spricht, dass der gewinnt, der es mehr will. Und genau das wollen die Lahnauer ihren Anhängern zeigen.

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