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Eine ganz enge Kiste

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Gießen (red). Jetzt hat es auch die Kegler erwischt: Zwei Partien mussten in der Hessenliga aufgrund von mehreren Corona-Fällen abgesagt werden. Am Start war aber M85 Mittelhessen, dem trotz einer deutlichen Steigerung bei der Gesamtholzzahl und durchweg guten Zahlen gegen den Mitkonkurrenten um die Medaillenplätze, KSG Hönebach, nicht der erhoffte glatte 3:

0-Sieg gelang.

M85 Mittelhessen - KSG Hönebach-Ronshausen 5055:4873 (2:1/47:31): Der knappe Einlauf von sieben Spielern innerhalb von nur 13 Holz ergab spannende Kämpfe um die Einzelwertungen bis zur allerletzten Kugel. Dabei hatte das Team aus dem osthessischen Hönebach-Ronshausen mehrfach das nötige Quäntchen Glück und am Ende auch die besseren Nerven.

Die 12 Punkte schnappte sich der erneut in blendender Verfassung befindliche Michael Buhl (885 Holz, 12 Einzelwertungspunkte/EWP) nach vier bärenstarken Bahnen. Kai Bolte (842, 9) steigerte sich ebenfalls zum letzten Heimspiel nochmals und lieferte sich mit dem stärksten Gästespieler René Sufin (843, 10) ein packendes Duell, das am Ende knapp verloren ging. Jörg Sekulla (744, 1) konnte zu keiner Zeit mithalten, so dass eine Führung von satten 140 Holz zu Buche stand.

Im Mittelblock agierten alle Akteure lange Zeit auf Augenhöhe. Doch erging es Robert Gellert (834, 5) gegen Sebastian Knoth (835, 6) ähnlich wie zuvor Bolte. René Junge (847, 11) vermochte indes nach zwischenzeitlicher Schwächephase mit toller Schlussbahn gegen Thomas Schaub (811, 4) die Führung auf 175 Holz auszubauen.

Trotz der deutlichen Führung und bis dato nur drei Wertungen war der letzte Block längst noch nicht entschieden, da die Gäste mit Thorsten Schaub (840, 8) ihren stärksten Spieler und Ranglisten-Fünfen noch aufzubieten hatten. Diesem gelang es auch, Alex Lehnhausen (837, 7) in seinem ersten Hessenligaheimspiel nach langer Verletzungspause knapp zu distanzieren. Im zweiten Duell vermochte Christian Stefan (810, 3) nach großem Kampf zwar Lars Schmidt (800, 2) zu halten, doch trotz eines Kranzes im vorletzten Wurf gelang »Steve« der »Lucky Punch« nicht, um die notwendigen 811 aus dem ersten Block zu überspielen.

Somit blieb der dritte Punkt in der Spielwertung sehr knapp und glücklich, aber aufgrund der starken Einzelzahlen auf jeden Fall verdient, bei den Gästen. Das bedeutet, dass sich an den verbleibenden zwei Spieltagen gleich vier Teams um die Silber- und Bronzemedaille hinter dem nun auch rechnerisch nicht mehr einzuholenden Meister Waldbrunn-Hadamar streiten.

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