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Eintracht als Machtfaktor

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Frankfurt (pep). Europapokalsieger, Champions-League-Achtelfinale, Vierter in der Bundesliga. Das sind die sportlichen Zahlen der Frankfurter Eintracht. Andere Zahlen abseits des Rasens sind mindestens genauso eindrucksvoll. Der Umsatz der Eintracht ist von 60 Millionen in der Saison 2011/2012 innerhalb eines Jahrzehnts auf über 200 Millionen Euro gestiegen.

In der Rangliste der Verteilung der Medienerlöse innerhalb der Bundesliga liegen die Frankfurter in der laufenden Saison mit 73,5 Millionen Euro auf dem fünften Platz, knapp hinter Leverkusen und Leipzig, deutlich vor Mönchengladbach (Quelle: Kicker). Die Mitgliederzahl ist in den letzten 20 Jahren von 5800 im Jahr 2001 auf aktuell 120 000 hochgeschossen. Damit liegen die Frankfurter hinter dem FC Bayern (295 000), Borussia Dortmund (168 000), Schalke 04 (164 000) und dem 1. FC Köln (123 000) auf dem fünften Platz.

Die Zuwächse sind längst nicht mehr auf die Stadt alleine beschränkt. Nur 40 Prozent der Mitglieder kommen aus Frankfurt, aber 60 Prozent aus dem umliegenden Rhein-Main-Gebiet. Die Eintracht wächst also in allen Bereichen. Die Fachzeitschrift »Kicker« schreibt: »Eintracht Frankfurt ist wirtschaftlich DER Aufsteiger der letzten Jahre.« Präsident Peter Fischer sieht die Expansion als Herausforderung. »Es ist nun unsere Aufgabe, dem rasanten Wachstum gerecht zu werden und die entsprechenden Strukturen sowohl in der Organisation als auch im Sportbetrieb zukunftsfähig auszurichten«, sagt er.

Im manchen Felder stoße auch die Eintracht an Grenzen. Häufig würden in den vielen Abteilungen Betreuer und Ehrenamtliche fehlen. »Kümmerer«, wie Fischer sagt, »sind immer schwerer zu finden.« Das Stadion wird gerade von 51 000 auf ein Fassungsvermögen von 60 000 Zuschauern ausgebaut, um dem Interesse gerecht zu werden.

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