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Eintracht erwartet in Sevilla eine »Hitzeschlacht«

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Frankfurt (pep). Im Finale der Europa League droht der Frankfurter Eintracht und den Glasgow Rangers am nächsten Mittwoch eine »Hitzeschlacht«. Sevilla, Endspielort und Hauptstadt Andalusien, gilt als eine der heißesten Städte Europas und macht diesem Namen alle Ehre. Bis weit über 30 Grad steigen dort die Tagestemperaturen schon jetzt im Mai.

Für den kommenden Mittwoch sind 33 Grad am Tag und selbst am Abend noch 27 Grad angesagt. Im Grunde bestes Fußballwetter für ein Flutlichtspiel, aber für die beiden Finalisten aus Deutschland und Schottland doch eher ungewohnt. Da hilft es den Frankfurtern sicherlich, dass auch in unseren Breiten der Frühling aktuell ein Sommer ist und die Sonne vom Himmel scheint, als würde auch sie sich über die Finaleinzug der Eintracht freuen. In Glasgow werden dagegen aktuell nur 14 Grad gemessen.

»Wir sind konditionell topfit«, sagt Trainer Oliver Glasner und hat in den letzten Tagen ausgetüftelt, wie er die Mannschaft am besten vorbereitet. »Der Peak muss am nächsten Mittwoch liegen«, sagt er. Danach werde die gesamte Arbeit ausgerichtet.

An diesem Donnerstag beginnt diese Arbeit mit einer ersten Trainingseinheit nach zwei freien Tagen. Die Freizeit der Spieler hat das Trainerteam genutzt, um sich von den Analysten genau über den Gegner informieren zu lassen. Neben den jüngsten Europapokalspielen der Rangers gegen Leipzig stehen bei den Analysen auch das »Old Firm«, das große Glasgower Derby gegen Celtic, im Mittelpunkt. Da hatte Glasner in weiser Voraussicht schon am 1. Mai seine Analysten hingeschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen. »Wir werden gut informiert sein«, glaubt der Eintracht-Coach.

Glasner und seine Kollegen bewegen sich auf einem schmalen Grat. Sollen sie beim Liga-Finale am Samstag in Mainz Spieler schonen oder sollen sie mit »voller Kapelle« antreten? Der Trainer hat zwar angekündigt, »dass Mainz unsere Generalprobe wird und wir mit der bestmöglichen Elf beginnen«, doch auch diese Aussage lässt viel Interpretationsspielraum. Denn Glasner sagt auch: »Natürlich gehen wir kein Risiko ein.« Was heißen könnte, dass angeschlagene Spieler dann doch lieber eine weitere Pause bekommen. So wurde ja Tuta gegen Mönchengladbach auf Anraten der Ärzte zur Pause ausgewechselt und auch Kristijan Jakic hat über Knieprobleme geklagt. Für Sebastian Rode sind Knieprobleme sowieso ein treuer Begleiter über die gesamte Saison.

Die andere Seite: Glasner will seine Spieler unbedingt im Rhythmus belassen. Also tatsächlich die beste Elf gegen Mainz? Na ja, die Mainzer werden der Eintracht nichts schenken, keine Rücksicht nehmen auf Befindlichkeiten der Frankfurter. Ein Freundschaftsspiel wird es also nicht werden.

Ganz andere Sorgen haben die vielen Fans der Eintracht, die keine Karten fürs Finale erhalten haben. Das Frustpotential ist groß. Die Eintracht ist von 100 000 Kartenwünschen geradezu überrollt worden. Sie hat aber nur 10 000 Tickets bekommen, 6000 für den Verkauf, dazu 4000 Freikarten, die laut UEFA an die »treuesten Fans« gehen sollen, die in den letzten Jahren unter Corona gelitten haben. An der Verteilung entzündet sich nun Kritik. Denn unter jenen, die in den Genuss der Freikarten kommen, sind ausgerechnet auch die »Ultras«, jene Fangruppe, die während Corona dem Klub die kalte Schulter gezeigt hatten.

Ein schwieriges Thema für die Eintracht, die schon letzte Woche publiziert hatte, nach welchen Regeln die wenigen Karten verteilt werden. Auf der Homepage wurde veröffentlicht: Auswärtsdauerkarteninhaber, Vielfahrer, offizielle Fanclubs, Mitglieder … sowie Dauerkarteninhaber würden vorrangig bearbeitet. »Wir wissen, dass es viele Enttäuschte geben wird. Ich versichere, dass wir uns um jedes Ticket bemühen, um möglichst vielen Fans die Möglichkeit geben zu können, in Sevilla dabei zu sein«, sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann.

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