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Eintracht gegen andere Kickers

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Frankfurt (pep). Letzte Woche Champions-League in Tottenham (2:3). Davor gegen Bundesliga-Tabellenführer Union Berlin (2:0), danach gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen (5:1). Und heute (18 Uhr) im DFB-Pokal beim Oberligisten Stuttgarter Kickers. Größer könnten die Unterschiede zwischen den Gegnern der Frankfurter Eintracht nicht sein.

Auf die Vorbereitung habe das keinen Einfluss, sagt der Frankfurter Trainer Oliver Glasner. »Ob Champions-League oder DFB-Pokal, ob Tottenham oder Stuttgart, wir wissen sehr viel über den Gegner und haben uns intensiv mit ihm beschäftigt«, versichert Glasner.

Die Frankfurter ahnen, was sie erwartet. Das Gazi -Stadion, hoch oben über der schwäbischen Metropole ist mit 10000 Zuschauern ausverkauft. Der Gegner führt die Oberliga Baden-Württemberg an. Und ist seit April in Pflichtspielen ungeschlagen. »Es ist eine Mannschaft, die fußballerische Lösungen sucht und gut kontern kann«, sagt Glasner, »für sie wird es das Spiel des Jahres.« Für die Eintracht ist es »nur« ein Spiel von vielen in diesen Wochen. Mit einem hohen Ziel freilich. Glasner; »Wir wollen ins Achtelfinale und im Pokal überwintern.«

Warnung sollte den Frankfurter sein, dass es genau dieses Duell im Pokal schon einmal gegeben hat. Zugegeben, es ist lange her, es war am 7. März 1987, damals im Viertelfinale. Die Eintracht unterlag 1:3, immerhin mit solchen Größen wie Weltmeister Thomas Berthold, Rekordspieler Charly Körbel und Nationalspielern wie Ralf Falkenmayer und Manni Binz. Stürmerstar Wlodzimierz Smolarek war früh wegen einer Tätlichkeit vom Platz geflogen. Glasner wir die Erinnerung nicht thematisieren. »Von damals wird sicher keiner mehr spielen«, sagt er mit einem Schmunzeln. Und: Die Stuttgarter spielten 1987 noch in der 2. Liga, jetzt in der fünften. Die Stimmung im Stadion auf der Waldau aber könnte ähnlich emotional werden. »Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen, dann werden wir als Sieger nach Hause fahren«, sagt der Eintracht-Coach. Dafür wird er auf Rotationen verzichten und die beste Mannschaft aufs Feld schicken. Einzig die verletzten Makoto Hasebe, Ansgar Knauff und Aurelio Buta sind nicht einsatzfähig. Alle anderen können spielen.

Auch Torwart Kevin Trapp, der am Montag beim Abschlusstraining gefehlt hat. Trapp war zur Verleihung des »Ballon d‹ Or« nach Paris gereist. Die Preise werden von der französischen Fußball-Fachzeitschrift »France Footbal« an die besten Spieler der letzten Saison verliehen. Trapp war neben neun anderen Keepern für den besten Torwart nominiert. »Völlig zu Recht, völlig verdient«, sagte sein Trainer, »Kevin hat eine sehr starke Saison gespielt.« Und steht heute vor einer etwas anderen Herausforderung.

Frankfurt: Trapp - Tuta, Jakic, Ndicka - Ebimbe, Sow, Kamada, Lenz - Lindström, Götze - Muani.- Bank: Ramaj, Chandler, Touré, Smolcic, Pellegrini, Rode, Alario, Alidou, Borré

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