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Eintracht: Nervös vor Heimspiel

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Frankfurt (pep). Zwei Bundesligaspiele sind (erst) gespielt und bei der Frankfurter Eintracht breitet sich spürbar Nervosität und Unruhe aus. Sichtliches Zeichen: Trainer Oliver Glasner hat ganz kurzfristig eine für Journalisten angekündigte offene Trainingseinheit geschlossen.

Am Mittwoch wollte er die erste Übungseinheit nach dem 1:1 von Berlin und zwei freien Tagen und vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Köln lieber ohne Beobachtungen durchführen. Geheimtraining also. Sportvorstand Markus Krösche muss eine erst vor wenigen Tagen getroffene Aussage, dass er »keinen dringenden Bedarf« an einem weiteren neuen Abwehrspieler sieht, schon wieder einkassieren.

Nach dem Ausfall von Almamy Touré, der sich in Berlin eine schwere muskuläre Verletzung zugezogen hat und »auf unbestimmte Zeit« ausfallen wird, so eine Klub-Mitteilung, herrscht dringender Handlungsbedarf. Dass mit Evan Ndicka ein weiterer Abwehrspieler aktuell mal wieder mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht wird, macht die Lage fast schon prekär.

Die Fakten sind eindeutig: Mit Touré und den Neuzugängen Jerome Onguéné und Aurelio Buta fallen drei Abwehrspieler aus, mit Martin Hinteregger ist einer ersatzlos gegangen und mit Ndicka droht ein weiterer Verlust bis zum Ende der Transferperiode.

Mit Tuta, Makoto Hasebe und Ndicka könnte gegen Köln zwar eine durchaus eingespielte Abwehrkette antreten, doch dahinter klaffen große Lücken.

Dem Trainer obliegt es nun, eine neue Formation zu finden. Glasner muss der Mannschaft eben nicht unbedingt ein neues System überstülpen, weil sich das so schön nach mehr Variabilität anhört, er muss vielmehr wieder Stabilität in das vorhandene System und die eingeübten Abläufe bringen.

Glasner wird also viel probieren in dieser Woche. Und genau darum will er, dass keiner zuschaut. Weil er wohl selbst noch nicht so genau weiß, wie es laufen könnte, soll auch der Kölner Kollege im Ungewissen bleiben.

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