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Ende einer glänzenden Serie

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Von: Thomas Suer

Gießen. Ausgerechnet im letzten Spiel vor der Winterpause ist die Super-Serie von Fußball-Hessenligist FC Gießen gerissen. Seit dem 19. August war die Truppe von Trainer Daniyel Cimen ungeschlagen gewesen - sage und schreibe 17 Partien lang.

TuS Dietkirchen - FC Gießen 4:2

Zum Jahresabschluss unterlag der FCG beim Rang-18. TuS Dietkirchen überraschend mit 2:4. Über zweieinhalb Monate hatte man höchstens ein Gegentor pro 90 Minuten hinnehmen müssen, mit dem nun kassierten Vierer-Pack sind die Gießener nicht mehr das beste Defensivteam der Liga. »Mir tut es extrem leid für die Jungs, das haben sie nicht verdient. Allerdings schmälert es nicht den tollen Saisonverlauf für uns«, analysierte Coach Cimen in der Nachschau und fühlte sich durch den Auftritt seiner Schützlinge an das Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft erinnert: »Das habe ich in der Halbzeitpause gesagt. Wir haben ganz schlecht verteidigt und nach vorne aus sehr viel extrem wenig gemacht. In der ersten Hälfte hatten wir alle drei, vier Minuten die Chance auf ein Tor. Auch wenn es sich blöd anhört, aber zur Pause muss es eigentlich 6:4 oder 7:4 für uns stehen.« Zu einer schweren Hypothek wurde dabei schon die völlig verschlafene Anfangsphase: Keine zehn Minuten waren absolviert, da lag man beim Abstiegskandidaten bereits mit 0:2 im Hintertreffen.

»Es ging ziemlich unruhig und wild los. Unsere Abwehr war zu Beginn viel zu leicht auszuhebeln. Ein langer Ball und Dietkirchen war durch«, schilderte Teammanager Michel Magel den Fehlstart in das Match. Dennis Leukel (6.) und Robin Dankof (9.) schossen den TuS in Front. Der FCG erholte sich, diktierte anschließend das Geschehen und hatte satte vier Lattentreffer. Ein Tor allerdings gelang einzig Gorbunow zum 1:2 in der 24. Minute. »Aus heiterem Himmel«, so Magel, erhöhten stattdessen erneut Leukel (41.) und Jonathan Mink (44.) noch vor dem Seitenwechsel auf 4:1.

Coach Cimen reagierte, wechselte für Deniz Vural Akulinin ein und stellte auf ein System mit zwei Sturmspitzen um. Die Wende zog diese offensive Ausrichtung nicht nach sich, der zweite Abschnitt ist in wenigen Worten erzählt. Gießen hatte durch Denis Mangafic eine Gelegenheit, um früh zu verkürzen, doch daraus wurde nichts. Dass gleichwohl wiederum Gorbunow in der 83. Minute das 2:4 erzielte, änderte nichts an der Niederlage. Nach dem Schlusspfiff hatte Magel noch eine Personalie zu vermelden. »Der Vertrag mit dem Sportlichen Leiter Christian Memmarbachi wird in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst«, erklärte der 37-Jährige, der womöglich bald den Posten als Geschäftsführer beim FCG übernehmen wird.

TuS Dietkirchen: Gotthardt - Böcher, Schmidt, Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof, Cicatelli, Bergs, Mink, Schmitz.

FC Gießen: Duschner - Assar (65. Mahmuti), Kireski, Fink, Abdel-Ghani - Vural (46. Akulinin), Mangafic - Pekesen (70. Hagley), Beal, Maingad (55. Akkus Rodriguez) - Gorbunow.

Tore: 1:0 Leukel (6.), 2:0 Dankof (9.), 2:1 Gorbunow (24.), 3:1 Leukel (41.), 4:1 Mink (44.), 4:2 Gorbunow (83.). - Schiedsrichter: Prölls (Ober-Ramstadt). - Zuschauer: 120.

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