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Endlich hat eine verkorkste Saison ihr Ende gefunden

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Gießen (dhn). Endlich ist sie vorbei - die Saison der Basketball-Bundesliga für die Gießen 46ers. Mit der nun 28. Niederlage hat sich der Altmeister aus dem deutschen Oberhaus verabschiedet, denn auch bei ratiopharm Ulm sollte es nicht zum Punktgewinn reichen. Das Team von Headcoach Pete Strobl unterlag auch an der Schwäbischen Alb mit 71:88.

ratiopharm Ulm - Gießen 46ers 88:71

Erneut nur mit einer kleinen Rotation angetreten, fanden die 46ers - die mit Bjarne Kraushaar, Tim Uhlemann sowie Kilian Binapfl erneut mit drei jungen Spielern starteten - zunächst gut in die Partie. Binapfl sowie der ebenfalls gestartete JD Miller sorgten für eine schnelle Führung (4:0, 2.). Und auch in der Folge waren die Lahnstädter in der Vorwärtsbewegung zielstrebig - auch weil die Ulmer in der Verteidigung zunächst noch zu nachlässig agierten. So wurde man bei der Gießener 13:10-Führung nach fünf Minuten das Gefühl nicht los, dass es durchaus der eine oder andere Punkt mehr hätte sein können.

So aber blieben die Gastgeber immer dran, nach Ballverlust prangte schließlich das 16:16-Unentschieden vom Scoreboard (7.).

Es war (mal wieder) der Turnaround im Spiel. Sobald das Ulmer Spiel schneller wurde, bekamen die 46ers in der Defensive große Probleme. Schnell waren die »Spatzen« auf 19:28 aus Gießener Sicht davongezogen - auch weil die 46ers zwar bis zur Halbzeit 16 Rebounds sammelten, aber auch zehnmal den Ball verloren. Und: Von den Gießenern fand bis hierhin nur jeder zweite Wurf den Weg durch die Reuse (36:48, 20.) - Tendenz abnehmend.

Tendenz zunehmend war indes die Formkurve des Playoff-Teilnehmers, der nach Beginn des dritten Akts schnell acht weitere Zähler zu Papier brachte. Gießen war in dieser Sequenz defensiv leicht zu durchschauen, oftmals reichten den Ulmern einfachste Spins, um zum Korberfolg zu kommen. »Es fühlt sich an wie der letzte Schultag vor den Sommerferien«, wusste Magenta-Kommentator Sebastian Ulrich diese Minuten bestens zusammenzufassen - weil auf der Gegenseite auch den 46ers leichte Punkte gelangen, etwa beim Korbleger von JD Miller für Phil Fayne (41:56, 23.). Das Bild blieb dennoch, auch bis ins vierte Viertel hinein, unverändert. Vier Minuten lang brachten Kraushaar und Co. gar keine Punkte an, schraubten dann aber nochmals am Ergebnisstand. So gelang dem seit der Halbzeit komplett abgemeldeten Kilian Binapfl, der in den Vierteln eins und zwei auf zwölf Zähler gekommen war, seine Punkte 13 bis 15. Und doch: 21 team-interne Turnover sind zu viel, vor allem wenn man selbst nur fünfmal den Ball klaut. An der nächsten klaren Niederlage änderten auch die letzten drei Punkte von Tim Uhlemann (71:88, 40.) nichts mehr.

»Wir haben heute nochmal Charakter gezeigt«, hatte Kilian Binapfl im Nachgang der Partie am magenta-farbenen Mikrofon sicher nicht unrecht, wussten die 46ers insbesondere zu Beginn der Partie zu überzeugen. »Wir haben versucht, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. Das ist uns, denke ich, gelungen.« Das Ender einer verkorksten Saison.

ratiopharm Ulm: Christon (16), Blossomgame (13), Thornwell (14), Zugic (16), Klepeisz (8), Evans (6), Krimmer (1), Bretzel (10), Philipps (1), Günther (3), Stoll.

Gießen 46ers: Binapfl (15), Koch (8), Miller (19), Fayne (10), Begue (2), Laksa (3), Kraushaar (6), Uhlemann (8).

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