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Entspannte Fahrt nach Friedberg

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Waldgirmes (rma). Rollentausch zwischen Türk Gücü Friedberg und dem SC Waldgirmes? Was zunächst mit Blick auf die Hessenliga-Tabelle kurios klingen mag, ist auf dem zweiten Blick gar nicht so abwegig. Die Friedberger sind als Dritter aufstiegsambitioniert. Und sie weisen demnach mit 14 Zählern mehr als die Lahnauer auf der Habenseite die Favoritenrolle auf.

Ein Blick auf die aktuelle Formkurve beider Clubs zeigt jedoch, dass bei der Mannschaft von Abwehrchef und Ex-Waldgirmeser Masih Saighani zuletzt Siege und Niederlagen im Wochenrhythmus wechselten.

TG Friedberg - Waldgirmes (Samstag, 14.30 Uhr)

Fast so, wie es beim SC Waldgirmes lange Zeit war. Letzterer gewann aber nun erstmals in dieser Saison zwei Partien am Stück. »Wir wissen schon, was wir bringen müssen, um dort zu punkten, aber die beiden jüngsten Siege lassen uns etwas entspannter nach Friedberg fahren. Türk-Gücü muss gegen uns gewinnen, wenn sie oben dranbleiben wollen«, betont SC-Trainer Mario Schappert.

Er kommt ohne den an Hüftproblemen laborierenden Innenverteidiger Karl Cost aus, für den wohl Außenverteidiger Lukas Fries nach innen rückt. Wie sich seine Schützlinge als Team in der Rückwärtsbewegung verkaufen, dürfte spielentscheidend sein. Die Topstürmer der Friedberger, Noah Michel und Toni Reljic, erzielten zusammen bisher fast 30 Tore. Zwar fällt Reljic aufgrund einer Sperre aus, doch schätzt Schappert den aus Mittelhessen stammenden Michel »als den wohl komplettesten Stürmer der Liga« ein.

Stellt es der SC Waldgirmes schlau an und steht defensiv kompakt, dann ergeben sich für neben Risiken auch jede Menge Chancen. Diese liegen darin begründet, dass die Friedberger zuletzt in vier Spielen satte elf Gegentore fingen. Insgesamt sind es bei allem Sturm und Drang nach vorne auch bereits 40 kassierte Treffer, was den meisten aller Clubs unter den ersten zehn der Tabelle entspricht. »Ich wünsche mir, dass es für uns so läuft, wie bei den jüngsten Siegen. Da hatten wir insgesamt eine gute Chancenverwertung. Die brauchen wir jetzt wieder«, fordert Mario Schappert. Und schwupps wären dann wirklich die Rollen getauscht und das aktuelle Tabellenbild plötzlich zweitrangig.

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