1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Enttäuschende Derbypleite

Erstellt: Aktualisiert:

gispor070222-kleenheim-g_4c_1
Die Kleenheimerin Nina Eggers steigt mit Wucht gegen Hannah Paula Niebergall und Nadin Patz hoch. © Röczey

Oberkleen. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Frauenhandball-Liga hat die HSG Kleenheim/Langgöns am Samstagabend einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. In eigener Halle musste das Team von Trainer Martin Saul das »Vier-Punkte-Spiel« gegen die HSG Gedern/Nidda mit 20:21 (11:9) verloren geben und den Gästen aus der Wetterau zwei ganz wichtige Punkte überlassen.

Letztlich entscheidend war dabei eine ganz schwache Phase zwischen der 33. und 39. Minute.

HSG Kleenheim/L. - HSG Gedern/Nidda 20:21

»Leider sind wir mit dem Druck nicht klargekommen und hatten Angst, Fehler zu machen. In der Phase nach der Halbzeit haben wir das Spiel dann komplett aus der Hand gegeben und Gedern/Nidda stark gemacht. Wir hatten dennoch am Ende die Chance, das Spiel zu drehen, haben aber Siebenmeter und weitere klare Möglichkeiten ausgelassen. Daher muss man natürlich enttäuscht sein«, so SGK-Coach Saul im Anschluss.

Über weite Strecken der ersten Halbzeit waren keine Unterschiede zwischen dem Tabellenzehnten aus dem Kleebachtal und dem Fünften zu erkennen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, agierten aus einer starken Abwehr mit guten Torhüterinnen dahinter und begegneten sich zumeist auf Augenhöhe. Das Remis war dabei der beliebteste Spielstand, sowohl beim 2:2 (6.) und 4:4 (11.) als auch beim 6:6 (18.) und 8:8 (24.) lagen die beiden Kontrahenten gleichauf. In den letzten Minuten vor der Pause hinterließ die Saul-Sieben dann aber den besseren Eindruck und erarbeitete sich dank dreier Treffer von Kreisläuferin Katha Weber eine 11:9-Halbzeitführung.

Und auch wenn die Gäste nach dem Wechsel schnell ausglichen (11:11, 32.), war die Kleenheim/Langgönser Welt nach Ann-Sophie vom Hagens 12:11 (33.) noch in Ordnung. Allerdings nicht mehr lange, denn in den folgenden Minuten gaben die Gastgeberinnen das Spiel dann völlig aus der Hand. Beim 13:12 (35.) hatte Ex-SGKlerin Emely Nau Gedern/Nidda in Führung geworfen und legte bis zur 39. Minute noch drei weitere Treffer nach. Da zudem auch noch Kristin Amos sowie Klara Engel für die Damen aus der Wetterau trafen, hieß es urplötzlich 14:18 aus Sicht der Saul-Sieben. Nach dem 16:20 (44.) kämpfte sich Kleenheim/Langgöns nochmal heran, vergab aber auch reichlich Gelegenheiten. Dennoch hatte die SGK nach dem 19:20 (57.) noch die Ausgleichschance, die aber ebenfalls nicht genutzt wurde. So tütete Kirsten Schindler den Gästeerfolg mit dem 21:19 in der Schlussminute ein.

»Wir waren defensiv auch zu unbeweglich und haben uns dadurch zu viele Zeitstrafen eingehandelt. Das Spiel heute müssen wir als weiteren Lernprozess sehen. Auch wenn wir das Match noch hätten drehen können am Ende, hatten wir den Sieg aber auch leider nicht verdient«, so Saul.

HSG Kleenheim/Langgöns: Hahn, Bork, Buhlmann - Eggers, Lotz (1), Bachenheimer (2), Rüspeler (4), Kleinpell, Suchantke, vom Hagen (5), Kiethe (3/1), Klug (1), Schäfer, Weber (4).

HSG Gedern/Nidda: Petek, Elisath, Heß - Patz, Schüller, Hannah Niebergall (5), Engel (2), Wäscher (1), Amos (3/2), Emma Niebergall, Schindler (4), Krauß, Nau (6), Schäfer.

Schiedsrichter: Steinebach/Schürhoff (Olpe/Netphen). - Zuschauer: 180. - Zeitstrafen: sieben (Bachenheimer drei, Weber zwei, Eggers, Kiethe), zwei (Schüler, Nau). - Rote Karte: Bachenheimer (60., dritte Zeitstrafe). - Siebenmeter: 3/1, 4/1.

Auch interessant