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Erfolgswelle auf Ostsee erwischt

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Rostock. Im zweiten Anlauf hat es mit dem ersten Saisonsieg geklappt. Handball-Zweitligist TV Hüttenberg hat sein Auswärtsspiel beim HC Empor Rostock am Sonntagabend mit 29:24 (12:8) gewonnen und damit die Auftaktniederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen aus der Vorwoche wettgemacht.

Empor Rostock - TV Hüttenberg 24:29

Mitentscheidend für den Erfolg in der Rostocker Ospa-Arena war eine starke Leistung der beiden Torhüter Leonard Grazioli und Dominik Plaue, die TVH-Trainer Johannes Wohlrab in der Nordhorn-Partie noch vermisst hatte. Dank des ersten Saisonsieges kletterte das »Original aus Mittelhessen« auf Tabellenplatz elf.

750 Zuschauer

Die 750 Zuschauer sahen zu Beginn, dass beide Mannschaften darum bemüht waren, ihren verpatzten Saisonstart zu korrigieren: Während die Hüttenberger gegen Nordhorn noch glimpflich davongekommen waren (25:29), hatte es den HCE beim TuSEM Essen mächtig erwischt (15:26).

Folglich war den Gastgebern zu Beginn noch eine Unsicherheit im Abschluss anzumerken, von der vor allem Hüttenbergs Schlussmann Grazioli profitierte, der bereits nach fünf Minuten fünf Paraden auf seinem Konto vorweisen konnte und nach elf Minuten zudem noch einen Siebenmeter hielt. Bis ins letzte Drittel der ersten Hälfte hinein agierten beide Mannschafen auf Augenhöhe, wodurch sich kein Team absetzen konnte.

Bis zur 21. Minute, als Wohlrab seine Schützlinge beim Stand von 7:7 zu einer Auszeit bat. Offenbar fand der 36-Jährige die richtigen Worte, denn sein Team legte in den folgenden Minuten durch Treffer von Ryuga Fujita, Paul Kompenhans, Vit Reichl und Ian Weber einen 4:0-Lauf zum 11:7 hin, auf den kurz darauf Hendrik Schreibers Treffer zum 12:8-Pausenstand folgte.

Rostock, das wie erwartet häufig mit dem siebten Feldspieler und drei Kreisläufern agierte, biss sich an der Hüttenberger 3:2:1-Abwehr auch im zweiten Abschnitt die Zähne aus. Die Blau-Weiß-Roten waren meist den entscheidenden Schritt schneller und bauten ihren Vorsprung konsequent aus.

Weber stark

Niklas Theiß erhöhte aus dem rechten Rückraum zunächst auf 17:12 (37.) und danach auf 19:13 (40.), ehe Weber mit seinem Treffer für einen komfortablen Sieben-Tore-Vorsprung sorgte (21:14, 42.). Doch der siebenmalige DDR-Meister, der durch seine zweite Niederlage auf den vorletzten Platz zurückgefallen ist, gab nicht klein bei und witterte sogar noch einmal Morgenluft, nachdem Philipp Asmussen zunächst auf 20:24 und anschließend Nick Witte gar auf 21:24 (52.) verkürzt hatten.

Die Wohlrab-Sieben ließ sich davon jedoch nicht mehr in Verlegenheit bringen: Schreiber antwortete postwendend mit dem 25:21, ehe der für Grazioli ins Spiel gekommene und ebenfalls stark haltende Dominik Plaue die Herstellung des alten Abstands mit zwei Paraden stabilisierte.

Den letzten Hüttenberger Treffer zum 29:23 (60.) erzielte der 27-Jährige nach einer weiteren Parade mit einem Empty-Net-Goal gleich selbst.

Rostock: Wetzel, Leon Mehler (ab 41.) - Wilhelm (1), Steidtmann (2), Ottsen, Dennis Mehler, Völzke (3), Witte (2/2), Asmussen (4), Schmidt (4), Schütze, Kohnagel (3), Vignisson (1/1), Thümmler (2), Pechstein (1), Lössner (1).

Hüttenberg: Grazioli, Plaue (ab 38.) - Schwarz (1), Kirschner (1), Opitz, Theiß (3), Fujita (1), Weber (9/1), Zörb, Reichl (1), Hofmann (2/1), Klein, Kompenhans (1), Schreiber (4), Ribeiro (3), Kuntscher (2).

Schiedsrichter: Matthias Klinke/Sebastian Klinke (Bordesholm) - Zuschauer: 750 - Zeitstrafen: Rostock zwei (Wilhelm, Lössner), Hüttenberg zwei (Zörb, Reichl) - verworfene Siebenmeter: Witte (Rostock) scheitert an Grazioli (11.) und Plaue (23.).

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