Ergebnisse spiegeln am Ende Kräfteverhältnisse wider

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Gießen (po). Im Duell der roten Laterne der Männerhandball-Landesliga Mitte mit dem Ligaprimus waren die Kräfteverhältnisse insbesondere im zweiten Durchgang klar verteilt. So verlor die HSG Lollar/Ruttershausen am Ende dann doch relativ deutlich gegen den klar favorisierten TV Hüttenberg II. Und auch die HSG Linden musste sich der tabellarisch besser platzierten und abgezockteren Truppe aus Griedel geschlagen geben.

HSG Lollar/Ruttershausen - TV Hüttenberg II 14:26 (7:11) : »Im Endeffekt bin ich mit dieser Partie gar nicht so unzufrieden, da wir gerade in der ersten Halbzeit recht gut mitgehalten haben. Am Ende ist der TVH auch nicht der Gegner, mit dem wir uns auf Augenhöhe messen müssen«, erklärte Dino Dragicevic, Trainer der Lollarer.

Auch wenn sich die Blau-Roten bereits direkt nach dem Anpfiff darum bemühten, die Feldvorteile gegen das Schlusssicht sichtbar zu machen, ließen sich die Buderusstädter zunächst nicht abschütteln. So verkürzte Noel Sharif Pour mit einem doppelten Treffer in der 23. Spielminute auf 7:8 und brachte die Hausherren somit auf Tuchfühlung. Doch diese sieben Heimtreffer blieben schließlich viel zu lange auf der Anzeigetafel der Lollarer stehen, wobei Rückraumspieler Jannis Wrackmeyer in der 39. Minute schon zum 16:7 zugunsten der Hüttenberger Reserve einnetzte. »In der zweiten Halbzeit haben wir dann richtig angezogen, auch wenn wir noch einige Chancen liegen gelassen haben. Am Ende war es das erwartete Aufeinandertreffen«, resümierte Dirk Happel, Coach des TVH zufrieden. In dieser Phase lief bei den Gastgebern nichts mehr zusammen, sodass viele individuelle Fehler der HSG zu einfachen Gegenstößen und weiteren Treffern der Gäste führten. In der 45. Minute erhöhte Danny Rüpprich beim 19:9 bereits auf einen Vorsprung von zehn Toren und erzwang damit die Vorentscheidung. »Für uns ist es viel wichtiger, dass wir uns möglichst intensiv auf nächste Woche vorbereiten und gegen die HSG Hungen/Lich etwas Zählbares holen. Dort müssen wir präsent sein«, beschrieb Dragicevic.

HSG Linden - TSV Griedel 24:27 (11:12): Der HSG Linden ist es beim Start ins neue Jahr nicht gelungen, die eigenen Vorsätze vollständig umzusetzen. Gegen eine abgezockte Mannschaft des TSV Griedel konnten die Hausherren nur eine Halbzeit mithalten und mussten sich am Schluss mit 24:27 (11:12) geschlagen geben. »Wir hatten uns wirklich viel vorgenommen und haben unsere Vorsätze in der ersten Spielhälfte noch relativ gut umgesetzt, doch gerade in der zweiten Spielhälfte haben sich dann die Nachlässigkeiten auf unserer Seite zu sehr erhöht«, erklärte Conrad Melle, Trainer der Lindener.

So gingen die Gastgeber nach 25 Minuten durch einen Rückraumtreffer von Niko Adamczyk mit 10:9 in Front, bevor die Wetterauer kurz vor dem Pausenpfiff den Spieß umdrehten. In dem Duell, indem zunächst beide Teams auf Augenhöhe agierten, hatte der TSV kurzerhand die besseren Karten und stellte auf 12:11 bevor es in die Kabinen ging. »Wir haben uns in den zweiten 30 Minuten einige Fehler in der Offensive geleistet und waren auch im Abwehrverbund nicht mehr gänzlich auf der Höhe«, kommentierte Melle. Bis zur 40. Minute erhöhte Nils Siek auf 18:14 zugunsten des TSV Griedel und brachte damit erstmals eine deutlichere Distanz zwischen die beiden Kollektive. Dabei gelang es Linden nicht mehr, die dynamischen Offensivbemühungen der Griedeler zu unterbinden. So räumten Letztere über die halblinke Position immer wieder nach außen ab, während die Hausherren im Anschluss klare Torgelegenheiten zulassen mussten. Auch wenn die Heimmannschaft kurz vor dem Ende durch Moritz Ebert noch einmal auf zwei Treffer verkürzte, reichte es nicht mehr zur Wende (59.). »Wir haben uns zwar unterm Strich ganz ordentlich geschlagen, doch der Sieg für den TSV geht in dem Rahmen in Ordnung«, bilanzierte Melle.

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