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Erneut fehlt die Durchschlagskraft

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Eddersheim (rd/hof). Christian Lüllig atmete tief durch. »Das war ein wichtiger Heimsieg. Wir haben den Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze hergestellt und uns nach unten etwas Luft verschafft«, meinte der Trainer des FC Eddersheim nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FSV Fernwald. Durch den dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielern eroberte seine Mannschaft den elften Tabellenplatz in der Hessenliga zurück und scheint sich immer mehr zu stabilisieren - was auch daran liegt, dass viele verletzt fehlende Spieler in den vergangenen Wochen zurückgekehrt sind.

»Wir haben wieder zu Null gespielt und wenig zugelassen. Und das gegen einen Gegner, der die zweitmeisten Tore in der Liga erzielt hat«, betonte Lüllig. Fernwald hatte zuvor 41 Tore erzielt bei einem Schnitt von 2,6 Treffern pro Partie. Nur Eintracht Frankfurt U 21 stellt eine durchschlagskräftigere Offensive. Genau das war in Eddersheim aber das Problem des FSV: »Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir heute die schlechtere Mannschaft waren«, sagte Trainer Daniyel Bulut in seiner Analyse: »Wir hatten einen Punkt verdient, deshalb ist es ärgerlich. Aber wie schon gegen Frankfurt hat uns gefehlt, noch zwingender und konsequenter vors Tor zu kommen, zudem schlafen wir bei beiden Gegentreffern und laufen deshalb der Musik gleich zweimal hinterher.«

FC Eddersheim - FSV Fernwald 2:0 (1:0)

So biss sich der FSV an der Abwehr der Eddersheimer die Zähne aus. Kapitän Jörg Finger und Dennis Lang ließen kaum etwas zu. Und schon im Mittelfeld machten Jonas Kummer und Simon Lüders die Räume für den Gegner eng. »Es war mit spielentscheidend, dass wir das Zentrum über weite Strecken kontrolliert haben«, befand Lüllig und lobte: »Das war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung.«

Der Beginn hätte für die Platzherren nicht besser laufen können. Nach drei Minuten passte Kummer diagonal auf Noah Schmitt, der mit dem zweiten Kontakt aus dem Halbfeld in den Strafraum passte, wo Nils Kohlbacher mit der Fußspitze an den Ball kam und den Spielzug zum 1:0 ins lange Eck vollendete.

Fernwald zeigte sich nicht geschockt und kam direkt zu einer großen Ausgleichschance. Im Gegenzug spielte Erdinc Solak auf Tom Woiwod, der freistehend aus acht Metern knapp am langen Pfosten vorbeizielte. »Das war eine tausendprozentige Chance«, befand Bulut im Nachhinein. In der zehnten Minute bot sich die nächste Chance für Eddersheim, als Fernwald bei einem Rückpass zum Torhüter übersah, dass sich Kohlbacher dazwischen geschlichen hatte. Der Eddersheimer Torjäger eroberte den Ball, legte den Ball zu Tolga Demirbas, dessen Heber über den gegnerischen Torwart auf der Latte landete. Danach entwickelte sich auf dem recht tiefen Rasenplatz ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und wenigen Torraumszenen. »Wir waren immer wieder dran, aber einfach nach vorne nicht konsequent genug«, so Bulut.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit schlug Eddersheim wieder zu. Nach einer Spielverlagerung auf der halblinken Seite passte Dechert zu Demirbas, der schickte Kohlbacher in den Strafraum, wo er Pierre Kleinheider umkurvte und von dem Torwart zu Fall gebracht wurde. Elfmeter! Der Ex-Gießener Dechert trat an und verwandelte zum 2:0. Fernwald warf nun alles nach vorne. Aber ohne Erfolg. Eddersheim: Zeaiter, Finger, Schmitt, Lang, Hille, Dechert (65. Rottenau), Simon Lüders (70. Schur), Ferdinand Scholl (75. Phil Reuter), Tolga Demirbas (Filip Pandza), Nils Kohlbacher (82. Speck), Kummer. Fernwald: Kleinheider, Solak, Hendrich (71. Dursun) , Hofmann, Schäfer (58. Strack), Grönke (78. Dervishi), Kaguah, Muhic, Bender, Mukasa (63. Goncalves), Woiwod (83. Markiewicz). - Tore: Kohlbacher (3.), Dechert (55./FE). - Schiedsrichter: Angermaier (Schickershausen). Zuschauer: 250.

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