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Ersatz für Mario Weber? »Das mache ich natürlich gerne.«

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Kurzfristig eingesprungen bei den Mittelhessen Youngsters: Alois Mraz lässt sich nicht lange bitten, wenn er helfen kann. Archivfoto: Weis © Red

Der in Mittelhessen bestens bekannte Alois Mraz hilft bei den Bundesliga-Junioren der »Mittelhessen Youngsters« als Interims-Co-Trainer aus.

Wetzlar . Er ist bestens bekannt und gleichermaßen beliebt in Mittelhessen. Einst als Spieler für die heimischen Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar und den TV Hüttenberg, dann als Trainer im Damenbereich bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, später im Nachwuchsbereich des TVH. 2018 verschlug es den 139-fachen tschechischen Nationalspieler als Leiter der Nachwuchsakademie zum VfL Gummersbach, ehe er bis in den Oktober 2021 in der 2. Bundesliga den HSC Coburg 2000 trainierte.

Die Rede ist von Alois Mraz, in Mittelhessen auch »Lojsel« genannt. Vorletztes Wochenende tauchte »Mraz« doch etwas überraschend als Unterstützung von Trainer André Ferber und in Vertretung des am Knie operierten Mario Weber auf dem Spielbericht der Mittelhessen Youngsters in Nettelstedt auf. Vor der Partie am Sonntag in Aue (15 Uhr) stand Mraz dieser Zeitung Rede und Antwort.

Herr Mraz, wie kam es dazu, dass wir Sie als Unterstützung der Mittelhessen Youngsters sehen? Was sind dabei die Aufgaben im Training und den Spielen?

Ich habe eine Anfrage der Vereine bekommen, ob ich ein bisschen helfen kann, bis Mario Weber sich von seiner Knie-Operation erholt hat. Das mache ich natürlich gerne. Ich gebe zwei Trainingseinheiten in der Woche und war bei einem Auswärtsspiel dabei, um André Ferber zu unterstützen. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wann Mario die Krücken zur Seite legen kann.

Die letzten beiden Partien in Nettelstedt und am Wochenende gingen knapp verloren, der Platz unter den ersten vier Teams, verbunden mit dem Einzug in die K.o.-Runde scheint in Gefahr, was muss in Aue am Wochenende besser laufen?

Ich glaube, dass wir bei der JSG LIT in Nettelstedt ein wirklich gutes Spiel gemacht haben. Leider waren wir in der letzten Viertelstunde etwas verkrampft, im Angriff haben wir die Bälle nicht gut weitergespielt und hatten zudem auch sehr unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter gegen uns, was mir auch der gegnerische Trainer nach dem Spiel bestätigt hat. Auch gegen Elbflorenz am letzten Wochenende haben wir uns in der ersten Halbzeit gute Chancen erarbeitet, diese aber nicht genutzt. In der 3:2:1-Verteidigung haben wir die linke offensive Seite des HCE nicht in den Griff bekommen, aber Moral gezeigt, uns herangekämpft, aber uns durch technische Fehler am Ende leider nicht belohnen können. Das müssen wir besser machen, um in Aue zu gewinnen und die Chance auf einen Platz unter den ersten vier Teams aufrecht zu erhalten. Wir sind uns bewusst, dass beides sehr hart wird.

Kommen wir von den Youngsters zu Ihnen persönlich. Wie sehen Ihre Perspektiven aus, soll es wieder die Bundesliga sein? Was sind Ihre Pläne?

Ich würde sehr gerne als Trainer weiter auf diesem Niveau arbeiten, da ich viele Erfahrungen sammeln konnte, die ich gerne weitergeben möchte. Da wir aber nach wie vor in Dutenhofen leben, möchte ich nicht 800 Kilometer weit von der Familie wegziehen. Mein Job in Coburg, als erste hochklassige Trainerstation, war eine tolle Aufgabe, wo ich viel in allen Bereichen lernen durfte. Ich bin jetzt für alles offen, bin vertraglich ungebunden. Ich schaue jetzt, was für mich und die Familie am besten passt, am liebsten wäre ich natürlich weiterhin im handballerisch Bereich tätig.

Ist auch eine Aufgabe in der Region Mittelhessen eine Option für Sie? Die Drittliga-Mannschaft der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen oder andere ambitionierte Vereine in der Region?

Ich bin für alles offen. Wenn alles passt, muss ich dann entscheiden, je nachdem welche Möglichkeiten ich dann habe. Spätestens ab Sommer möchte ich wieder etwas machen, aber das muss ich erst einmal sehen, was kommt und wie ich das der Situation anpassen kann.

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