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Ersehntes Comeback

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Hüttenberg. Mit einem Heimspiel gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim feiert die U23 des TV Hüttenberg am Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr) nach rund dreieinhalbjähriger Abstinenz ihr Comeback in der Handball-Oberliga Hessen. Nach einem darauffolgenden spielfreien Wochenende warten im Anschluss die Auswärtspartien bei Drittliga-Absteiger HSG Bieberau-Modau sowie bei TuS Dotzheim.

Ein mehr als anspruchsvoller Start also für das Team des Trainergespannes Dirk Happel und Tim Spengler.

»Natürlich besteht bei einem solchen Programm immer die Gefahr, dass du gleich mit null Punkten hinten drinstehst. Andererseits starten wir dadurch völlig ohne Druck, und wenn die favorisierten Mannschaften noch nicht in ihrem Rhythmus sind, ist vielleicht eher mal eine Überraschung drin«, glaubt TVH-Coach Happel, der aber unabhängig vom Auftaktprogramm weiß, welch harte Saison auf seine junge Truppe zukommen wird.

»In erster Linie geht es weiterhin darum, die Jungs weiterzuentwickeln und vielleicht auch Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Die Vorfreude auf die Saison ist groß, im Gegensatz zur letzten Saison werden wir nicht mehr die Gejagten, sondern die Jäger sein. Und wichtig wird auch sein, dass wir lernen, mit Niederlagen umzugehen!«

Niederlagen mussten die Hüttenberger in der vergangenen Saison in der Landesliga Mitte nämlich überhaupt nicht einstecken und marschierten verlustpunktfrei in Hessens höchste Spielklasse. Und in diese kann der Aufsteiger praktisch mit dem Team der Vorsaison gehen. Für Mario Theiß rückte der junge Torhüter Finn Herrmann nach, zudem kehrte Kaspar Krauhausen von der HSG Linden zurück. Tom Naumann stieß noch von der eigenen A-Jugend hinzu, ansonsten können Happel und Spengler auf ihr eingespieltes Meisterteam setzen.

»Das ist natürlich ganz klar ein Vorteil, dass wir direkt an die Arbeit der letzten Saison anschließen können. Wir haben in den ersten Phasen bis zu fünf Mal in der Woche trainiert, aber die Jungs ziehen mit, wollen gefordert werden und haben wirklich einen großen Willen gezeigt«, führt Happel aus und fügte noch an, dass auch viel im Kraft- und Athletikbereich gearbeitet wurde. »Da haben wir sicherlich noch am meisten Nachholbedarf, denn in der Oberliga kommen doch echte Brocken auf einen zu!«.

Dieser glaubt, dass die Liga ein wenig zweigeteilt daherkommen könnte, denn neben der finanzstarken HSG Bieberau-Modau, die unbedingt zurück in die Dritte Liga will, sieht der TVH-Coach beispielsweise in Auftaktgegner HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim, Drittliga-Absteiger ESG Gensungen/Felsberg oder der »Vorjahresvize« MT Melsungen II Mannschaften, die große Ambitionen hegen.

Auch die TSG Offenbach-Bürgel dürfte ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitsprechen. »Dahinter sehe ich doch einige Teams, mit denen wir uns messen wollen. Bei uns kann es nur eine einzige Zielsetzung geben und die lautet Klassenerhalt. Wir hauen alles raus, was wir haben, und dann schauen wir mal, wofür es reicht. Wenn wir es am Ende nicht schaffen sollten, würde hier sicherlich auch keine Welt zusammenbrechen«, betont Hüttenbergs Coach Happel.

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