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Erste Pleite bei Drittliga-Reserve

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Hattersheim (mol). Einer personell arg dezimierte HSG Lumdatal hat am Samstagabend in der Frauenhandball-Oberliga die erste Saisonniederlage einstecken müssen. Mit nur acht Feldspielerinnen konnte das Team von Marcel Köhler zur TSG Eddersheim II reisen, der bislang noch keine Pluspunkte auf dem Konto hatte. Das änderte sich aber nach den 60 Minuten, denn danach hatte der Aufsteiger einen 21:

15 (12:10)-Sieg davongetragen.

»Die Niederlage heute geht absolut in Ordnung und ist auch in der Höhe verdient. In der Abwehr war es eine mittelmäßige Leistung, da haben wir zu passiv verteidigt und viel zu viele Eins-gegen-Eins-Duelle verloren. Im Angriff dagegen war es eine richtig schwache Leistung. Wir haben Fehler über Fehler gemacht«, so der HSG-Coach.

TSG Eddersheim II - HSG Lumdatal 21:15

Lumdatal, das auf zahlreiche Stammspielerinnen verzichten musste und Selina Sauer, die vor der Saison ihre Karriere beendet hatte, reaktivierte, kam zu Beginn überhaupt nicht in die Partie. Eddersheim setzte sich schnell auf 3:0 (4.) ab und legte nach dem 4:3-Anschluss durch Noemi Schneider einen weiteren Dreierpack aufs heimische Parkett (7:3, 15.). Erst nach einer Auszeit besserte sich die Wurfausbeute der Mittelhessinnen, die beim 6:7 durch Nina Hasenkamp wieder dran waren und beim 10:9 durch Lea Bullings vierten Treffer sogar erstmals in Führung lagen. Diese gab die Köhler-Sieben dann aber durch einen weiteren Gegentor-Dreierpack bis zur Pause wieder ab (10:12).

Und damit war im Prinzip auch schon die Richtung für die zweite Hälfte vorgegeben, denn Eddersheim setzte auch direkt die ersten beiden Treffer der zweiten Hälfte und zog schnell auf 14:10 (32.) davon. Nach dem 12:17-Rückstand (43.) keimte nach Toren von Bulling und Sauer beim 14:17 nochmal Hoffnung im Lumdataler Lager, doch in der Schlussviertelstunde sollte die Wende nicht mehr gelingen. Im Gegenteil: im eigenen Angriffsspiel wurden zahllose Fehler produziert, ein einziger Treffer sollte der HSG bis zum Schlusspfiff nur noch gelingen. So konnte Eddersheim davonziehen und hatte die Partie beim 20:14 durch Sina Gottfried rund vier Minuten vor dem Ende entschieden.

»Sicherlich haben uns einige Spielerinnen gefehlt, aber das darf keine Ausrede für unsere Leistung sein. Wenn wir nächste Woche eine Chance haben wollen, müssen wir eine deutliche Leistungssteigerung zeigen«, blickte Köhler voraus auf das Duell mit Tabellenführer Leihgestern.

TSG Eddersheim II: Thiel, Kuptschitsch - Grünewald, Gottfried (1), Rühl (3/3), Lisa Walter (4), Kilp (3), Scheffer (7/2), Nicole Walter (1), Sulejmani, Lopes, Breitenfelder (2), Braun.

HSG Lumdatal: Schütz, Schuster - Sauer (2), Fürst (1), Franziska Müller (1), Mohr (1), Carmie Schneider, Noemi Schneider (1), Hasenkamp (1), Bulling (7).

Schiedsrichter: Bley/Krämer (Heuchelheim/Rüsselsheim). - Zuschauer: 50. - Zeitstrafen: eine (Nicole Walter), vier (Fürst, Mohr, Hasenkamp, Bulling). - Siebenmeter: 7/5 - 0.

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