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Es grüßt Stadtallendorf

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Gießen (rd). Ein bisschen Unter-Flockenbach und eine doppelte Portion Stadtallendorf: So lautet das Programm des FC Gießen in den kommenden zehn Tagen. Dabei ist der Tabellenführer der Fußball-Hessenliga heute Abend (19.30 Uhr) zunächst im Hessenpokal zugange, wenn im Achtelfinale Eintracht Stadtallendorf die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen empfängt.

Eintr. Stadtallendorf - FC Gießen (Heute, 19.30)

Der weiß um die Schwere der Aufgabe, denn die Elf von Trainer Dragan Sicaja galt vor der Runde neben der Frankfurter Eintracht U21 als einer der Aufstiegsanwärter, ist nach zuletzt drei Niederlagen in Baunatal, bei eben jenen Nachwuchs-Frankfurtern und am vergangenen Samstag gegen den FC Hanau allerdings auf Rang fünf abgerutscht. Ein gutes Omen also für den FCG? Davon will Cimen nichts wissen, denn »gegen Hanau hat Stadtallendorf absolut unglücklich verloren, sie hatten selbst genug Chancen, aber auch Pech und ein wenig Unvermögen«, relativiert Gießens Coach die überraschende Niederlage des heutigen Pokalgegners, wenn er auch davon spricht, dass Stadtallendorf schon ein bisschen in einer Negativspirale steckt.

Ganz im Gegensatz zum FC Gießen, der mit dem 4:0-Sieg in Walldorf seine Marke ungeschlagener Spiele auf elf schraubte. »Gegen Hanau haben mit Ofori, Williams und Cecen allerdings auch drei der wichtigsten Akteure bei der Eintracht gefehlt«, ahnt Cimen, dass »die gegen uns bestimmt zurückkehren werden.« Der Name Cecen weist zudem daraufhin, was seit Jahren bei diesen Duellen Programm ist: Man kennt sich.

Mit Tolga Sahin, Andrej Markovic, eben jenem Timo Cecen, Christopher Schadeberg und Ryunosuke Takehara tragen gleich fünf Ex-Gießener das Stadtallendorfer Trikot, was für zusätzliche Brisanz sorgt. Sowohl heute Abend als auch am übernächsten Samstag, wenn das Hessenliga-Spiel, dann ebenfalls im Herrenwaldstadion, ansteht. »Der Hessenpokal ist immer reizvoll, wir wollen da natürlich in die nächste Runde einziehen«, sagt Cimen, der sich allerdings Sorgen um seine Attacke-Abteilung macht.

Aykut Öztürk, Leonid Akulinin, der zumindest leichtes Lauftraining wieder aufgenommen hat, Ryan Harder und David Toprak (wird vermutlich am Knie operiert) fallen aus. Ebenso der am Arm verletzte Spielführer Ghani Wessam Abdel. Und auch Mittelstürmer Michael Gorbunow »bräuchte eigentlich mal eine Pause zum Durchschnaufen«, weiß Daniyel Cimen über den Neuzugang, der nach längerer Pause »bei uns ins kalte Wasser geworfen worden ist, eigentlich wollten wir ihn behutsamer heranführen«.

Aber momentan ist in Zeiten der Englischen Wochen die gerne zitierte Belastungssteuerung nur schwer zu leisten - denn in Stadtallendorf, gegen Unter-Flockenbach und wieder in Stadtallendorf sind die drei Stationen in den kommenden zehn Tagen. Und auch die soll die Gießener Siegesserie selbstverständlich überdauern.

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