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»Es ist beeindruckend«

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Launsbach (mol). Die HSG Wettenberg hat in der Frauenhandball-Oberliga Wiedergutmachung für die Derby-Niederlage beim TV Hüttenberg betrieben und ihr Heimspiel am Samstagabend klar für sich entschieden. Gegen den bisherigen Tabellennachbarn SV Germania Fritzlar II setzte sich das Team von Trainer Kai Nober hochverdient mit 27:17 (15:10) und sammelte durch den fünften Saisonsieg ganz wichtige Zähler ein.

HSG Wettenberg - Germania Fritzlar 27:17

»Kompliment an meine Mannschaft. Heute haben wirklich alle eine starke Leistung gezeigt, sich gegenseitig gepusht und angefeuert. Wir haben wieder eine richtig starke Abwehrleistung gezeigt, uns diesmal aber auch im Angriff belohnen können. Das war eine konzentrierte und richtig gute Vorstellung meines Teams«, freute sich der HSG-Coach. Nur in den ersten zehn Minuten konnten die Nordhessinnen, die damit ihre vierte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen mussten, die Partie anführen und lagen zu diesem Zeitpunkt mit 3:2 in Führung. Doch schon kurz darauf kam das HSG-Angriffsspiel ins Rollen.

Gestützt auf eine starke Deckung bedeutete ein 4:0-Lauf binnen fünf Minuten schnell eine 6:3-Führung. Weitere fünf Minuten später hatte Janine Tafferner aus dem Rückraum bereits zum 10:5 eingenetzt. Und mit diesem Fünf-Tore-Vorsprung wurden nach Toni Schuldts Siebenmetertor zum 15:10 auch die Seiten gewechselt.

Damit hatten die Wettenberger Damen ihre schwache Torausbeute des Derbys (elf Tore) schon zur Pause klar überboten. Ein klares Indiz dafür, welchen enormen Unterschied es macht, ob die HSG wie im Training ohne Harz spielen kann oder zum Haftmittel greifen muss.

Und der klare Vorsprung sollte auch in den zweiten 30 Minuten dann nicht mehr in Gefahr geraten, da die Gäste nicht näher als auf vier Treffer herankommen sollten (12:16, 38.).

Dank weiterhin aktiver und aggressiver Abwehrarbeit eroberte die Nober-Sieben zahlreiche Bälle und wandelte diese immer wieder in einfache Tore um. Beim 18:12 durch Rena Münch (43.) waren die Damen aus dem Gleiberger Land schon wieder enteilt und ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen.

Im Gegenteil: nach einem weiteren 4:0-Lauf nach dem 21:15 (50.) lagen beim 25:15 durch Anna Schwab dann sogar erstmal zehn Tore zwischen den Kontrahentinnen. So blieb es dann auch bis zum Schlusspfiff.

»Es ist beeindruckend, wie meine Mannschaft es schafft, den Frust immer wieder aus dem Kopf zu bekommen und abzuschütteln. Denn das ist für in dieser Saison alles andere als eine leichte Situation«, lobte Nober abschließend nochmals sein Team.

Wettenberg: Rinn, Habermehl - Münch (2), Schuldt (4/2), Büsselberg (1), Goncalves (1), Tafferner (5), Rolshausen, Schwab (3), Risse (3), Tröller (1), Till (2), Schneider (1), Emmelius (4).

Fritzlar: Clobes, Dasenbrock - Grothnes, Schmidt, Alter (3), Ködel, Albus (4/1), Krause, Wenner, Kauffeld (3), Oschmann (2), Holeczy (1), Bücker (3).

Schiedsrichter: Osternig/Schäfer (Dornheim/Groß-Gerau). - Zeitstrafen: eine (Risse) - eine (Bücker). - Siebenmeter: 4/2 - 1/1.

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