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»Es war ein Spiel, in dem einfach alles geklappt hat«

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Einer von vielen: Tim Kordyaka setzt sich problemlos unter dem Korb des BC Wiesbaden durch. Foto: Schepp © Schepp

Gießen. Spricht man über das Oberliga-Spiel der Basketballer des MTV Gießen gegen den BC Wiesbaden vom vergangenen Wochenende, kommt man an einem Männerturner nicht vorbei: Tim Kordyaka. Der 23-jährige Small Forward steuerte beim jüngsten 97:72-Erfolg gegen die Landeshauptstädter starke 27 Punkte bei, avancierte damit zum treffsichersten Korbjäger der gesamten Partie.

Grund genug, ihn zum »Spieler der Woche« zu küren.

Dabei ist Kordyaka im heimischen Basketball alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Seine ersten Basketball-Sporen verdiente er sich im Nachwuchsprogramm der BBA Gießen 46ers. Von 2017 bis 2019 lief er für die nun nicht mehr existenten Rackelos in der ProB auf. Per Mehrfachlizenz waren sogar Einsätze für das NBBL-Team sowie für Oberligist TSV Krofdorf-Gleiberg möglich. Nachdem Kordyaka aufgrund der Corona-Pandemie für ein Jahr Abstand vom Basketball und sich dafür Zeit für sein Studium genommen hatte, stieß er im vergangenen Sommer zum MTV. »Ein Grund war Michael Müller, der schon in Krofdorf mein Trainer war«, begründet der 23-Jährige seine Entscheidung, warum er damals nicht zum TSV zurückkehrte. Im Interview sprich Tim Kordyaka über seine Vorstellung gegen Wiesbaden, das kommende Derby sowie die Ziele für die restliche Saison.

Tim, nach dem Spiel beim TV Babenhausen im vergangenen Dezember meinte Ihr Trainer, Sie hätten die beste Partie für den MTV bestritten. Eine Aussage, die nun angepasst werden muss?

Das Spiel damals wurde sicherlich nun durch die Wiesbaden-Partie abgelöst. Es war ein Spiel, in dem einfach alles geklappt hat. Durch das Fehlen zweier großer Mitspieler wusste ich früh von meiner Rolle in der Begegnung, habe die 40 Minuten durchgespielt und viel Verantwortung übernommen. Ich hatte schnell vier Punkte auf dem Konto und war dann in einem guten Rhythmus. Ja, und wenn die ersten Würfe durch die Reuse fallen, spielt es sich leichter.

Passenderweise kommt es am Samstag zum Wiedersehen mit dem TSV Krofdorf-Gleiberg.

Da müssen wir unbedingt unser eigenes Spiel spielen, unser Tempo und unsere Fähigkeiten auf den Court bringen. Ich denke, wir haben in der Breite und vom Kader her das beste Team der Liga. Wenn wir unsere Stärken auf die Platte bringen, können wir in der jeden schlagen.

Dann wäre der Aufstieg ja fast Pflicht?

Um ehrlich zu sein, haben wir vor der Saison gar nicht über einen möglichen Aufstieg gesprochen. Wir hatten im Sommer viele Neuzugänge, ich war ja einier davon, auch waren die ersten Saisonspiele noch nicht so flüssig. Erst nach und nach fanden wir besser zusammen. In der Winterpause haben wir im Team miteinander über dieses Ziel gesprochen, nun schauen wir von Spiel zu Spiel und gucken, was möglich ist.

Und was wünschen Sie sich persönlich?

Ich habe ja bereits schon höherklassiger gespielt und finde zumindest die 2. Regionalliga nach wie vor attraktiv. Ich mag den Wettbewerb, könnte mir also durchaus vorstellen, noch einmal eine Liga höher zu spielen. Aber der MTV steht im Vordergrund, ich würde mich auch an den Vorstellungen des Teams orientieren. Denn einen Boni hat die Oberliga: Fahrtwege und Aufwand sind niedriger. Bei einem Regionalliga-Auswärtsspiel geht schon einmal ein ganzer Tag drauf. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, noch haben wir in der Oberliga sechs schwere Spiele vor der Brust.

Tim Kordyaka (MTV Gießen)

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