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Es wartet eine extrem schwere Saison

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Für die Bender Baskets Grünberg in der Saison 2022/23 auf dem Zweitliga-Parkett unterwegs (h.v.l.): Isabell Meinhart, Linn Villwock, Olivia Nash, Katharina Philippi, Carlice Poelstra, Mara Hildebrand, Nele Weinand, Trainer René Spandauw; (v.v.l.): Cora Horvath, Klara Römer, Emilia Arnheiter, Amelie Müller, Sixta Herzberger, Nina Horvath, Arianka Koszewski. Es fehlen: Lotte Seegräber und Elisa Dapper. Foto: Vogler © Vogler

Grünberg (grm). Am Samstag beginnt für die Bender Baskets Grünberg mit einem Heimspiel (19 Uhr, Großsporthalle der Theo-Koch-Schule) gegen den TuS Lichterfelde die neue Spielzeit der 2. DBBL Nord. Vor dem Auftakt beleuchten wir den Grünberger Kader und haben in diesem Zusammenhang mit Coach René Spandauw gesprochen.

Kommen und Gehen: Vorerst stehen 14 Spielerinnen im Kader der Bender Baskets. Elisa Mevius und Alva Hedrich sind an US-Colleges gewechselt, während es Venla Varis und Lena Dziuba zum Bundesligisten BC Marburg zog. Mit Elisa Dapper und Lotte Seegräber kehren zwei ehemalige Spielerinnen aus Krofdorf zurück und auch Isabell Meinhart gehört nach ihrem einjährigen Intermezzo in der Grünberger »Zweiten« wieder fest zum Kader. Amelie Müller und Mara Hildebrand sind aus der Jugend hochgerückt. Die Verpflichtung einer zusätzlichen ausländische Profispielerin wäre zwar gewünscht, ist aber finanziell nicht möglich.

Vorbereitung: Obwohl die Vorbereitung des Teams bereits Anfang August begann, kann diese wohl kaum als geregelt bezeichnet werden. Viele der jüngeren Spielerinnen fehlten aufgrund der Sommerferien, während Cora und Nina Horvath mit den Nationalteams von Österreich bzw. Deutschland an der U18-Europameisterschaft teilnahmen. Auch die US-Amerikanerin Olivia Nash kehrte erst im September zurück. Die Folgen der kurzen Vorbereitung - wohlgemerkt ohne ein einziges Testspiel - zeigten sich auch beim Pokal-Aus beim BBZ Opladen am vergangenen Sonntag, als es gegen die favorisierten Hawks ein klares 39:80 (19:49) setzte.

Trainer: René Spandauw ist seit fünf Jahren am Basketball-Internat Grünberg tätig und steht vor seiner zweiten Saison an der Seitenlinie der Bender Baskets. Der 64-jährige Niederländer arbeitet seit 2004 in Deutschland, wobei er als Cheftrainer des TV Saarlouis zwei deutsche Meistertitel (2009, 2010) sowie drei Pokalsiege (2008, 2009, 2010) einfuhr und außerdem dreimal als Trainer des Jahres in der DBBL (2008, 2009, 2010) ausgezeichnet wurde.

Stärken und Schwächen: Der Verlust der drei Stammkräfte Mevius, Dziuba und Varis muss ausgeglichen werden. Dennoch soll sich die grundsätzliche Spielweise laut Spandauw nicht ändern, sondern muss angepasst werden. In diesem Zusammenhang dürften Talente wie die Horvath-Zwillinge oder Linn Villwock, die in der abgelaufenen Saison ihr Potenzial in der WNBL unter Beweis gestellt haben, größere Rollen bekommen.

»In meiner, beziehungsweise unserer Philosophie ist es wichtig, dass Spielerinnen sich jetzt weiterentwickeln können und dass sie mehr Verantwortung übernehmen sollen. Ich bin neugierig, welche von den Spielerinnen diese Verantwortung übernehmen kann«, erklärt Spandauw.

Mit jeweils 28 Jahren haben Olivia Nash und Isabell Meinhart am meisten Erfahrung und dürften daher besonders als Führungsspielerinnen gefordert sein. Wie schnell Nash allerdings nach ihrer überstandenen Corona-Infektion wieder bei 100 Prozent ist, bleibt abzuwarten.

Ziel: Für Spandauw und den Verein ist es ein wichtiges Anliegen, die jungen Spielerinnen zu fördern und besser zu machen. Die erfolgreiche Entwicklung der Talente ist für den Trainer die Basis für einen möglichen, wenn auch extrem schweren Klassenerhalt.

Halle: Die Heimspiele finden in der Großsporthalle der Theo-Koch-Schule statt. Als angespannt sieht Spandauw derweil die Trainingssituation, da die Bender Baskets - ebenso wie die sonstigen Basketballteams und Sportabteilungen des TSV Grünberg - nur zwei Hallen zur Verfügung haben: »Es ist absolut unzufriedenstellend, aber wir versuchen, das Beste draus zu machen.«

Prognose: Spandauw rechnet mit einer »extrem tief besetzten« Liga und möchte daher zunächst keinen klaren Favoriten benennen. »Es ist sehr schwierig, über die Webseite der Liga oder der Vereine Informationen zu finden. Aber ich kümmere mich um die Bender Baskets, und was die Gegner machen, werden wir in den ersten paar Wochen herausfinden«, führt der erfahreine Trainer aus.

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