1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ex-46ers-Coach neuer Konkurrent

Erstellt: Aktualisiert:

Oldenburg. Ein Coach schickt sich an, seinem ehemaligen Club Sorgen zu bereiten. Exakt 411 Tage nach seiner Entlassung bei den Gießen 46ers ist Ingo Freyer wieder auf die Bühne Basketball-Bundesliga zurückgekehrt. Die EWE Baskets Oldenburg, als Überraschungs-Schlusslicht ebenso abstiegsgefährdet wie die Männer von der Lahn, stellten den 50-Jährigen am Montagmittag als Nachfolger von Trainer Alen Abaz, der wieder ins zweite Glied rücken wird, vor.

Kurios: Der Bosnier hatte erst zehn Tage zuvor den langjährigen Cheftrainer der Niedersachsen, Mladen Drijencic, abgelöst, hatte das Ruder jedoch nicht herumreißen können. Einem 86:97 bei den Merlins Crailsheim folgte eine ernüchternde 65:89-Heimpleite gegen die Telekom Basket Bonn, so dass Abaz nach nur zwei Pflichtspielen seinen Job wieder los war.

Nun also Ingo Freyer, der bei den 46ers am 16. Dezember 2020 nach sechs Niederlage zum Saisonstart seinen Stuhl hatte räumen und für Rackelos-Coach Rolf Scholz Platz machen müssen. Der Familienvater aus Wedel war zuletzt als hauptamtlicher Manager Entwicklung und Marketing bei der Basketball Akademie (BBA) Hagen tätig. Mit Phoenix Hagen stieg Freyer 2009 in die Bundesliga auf und spielte in der Eliteklasse so gut wie jede Saison über dem Limit. Nach der Insolvenz am Ende des Jahres 2016 verließ er dann jenen Club, bei dem er Legendenstatus besitzt. Ein halbes Jahr später trat er die Nachfolge von Denis Wucherer in der Osthalle an.

»Oberste Priorität hat nun, alles dem Erfolg unterzuordnen. Das Ziel lautet ganz klar Klassenerhalt«, so Ingo Freyer, der am Montag seine ersten beiden Einheiten mit dem EWE-Team absolvierte, ehe er an diesem Mittwoch beim enorm bedeutende Duell mit den MLP Academics Heidelberg erstmals auf der Oldenburger Bank sitzen wird. Alexander Fischer

Auch interessant