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FC Gießen ist nicht zu bremsen

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Von: Thomas Suer

Walldorf/Gießen (tsu/rd). Der FC Gießen ist nicht zu bremsen. Auch beim als Spitzenspiel apostrophierten Auftritt des Tabellenführers beim bisherigen Vierten RW Walldorf zeigte die Elf von Daniyel Cimen ihr Potenzial und ließ bei dem 4:0 (3:0)-Erfolg den Platzherren unterm Strich keine Chance.

RW Walldorf - FC Gießen 0:4 .

»Nach einer sehr intensiven und hektischen Anfangsphase, in der es hin und her ging, haben wir ab der 15. Minute in unser Spiel gefunden und in dieser sehr guten Phase auch schon die Partie entschieden«, sagte ein zufriedener Trainer Cimen, der den Erfolg als »klar verdient, aber ein, zwei Tore zu hoch« taxierte. Vor 420 Zuschauern setzte seine Elf die Gastgeber auf dem engen Kunstrasen nach der nervösen Anfangsviertelstunde gehörig unter Druck. Schon nach wenigen Minuten hatten die Gießener zuvor zwei Chancen gehabt, doch scheiterte der junge Connor Filsinger zunächst an Walldorfs Torhüter Marcel Czirbus, ehe Matheus de Moura Beal seinen Schuss knapp verzog. Doch bereits nach 18 Minuten war es eben jener de Moura Beal, der einen konsequent durchgespielten Angriff zur Gästeführung nutzte und damit bereits seinen fünften Saisontreffer erzielte.

Verdacht auf Armbruch

Und damit Walldorf auch gar nicht erst zum Durchatmen kommen sollte, war es nur knappe zwei Minuten später Michael Gorbunow, der das 2:0 nachlegte. Ein doppelter Schock für die Platzherren, von dem sie sich nur schwer erholten. Ehe auch Gießen geschockt wurde: Dessen Spielführer Ghani Wessam Abdel fiel nach einem Luftduell unglücklich auf den Arm und musste anschließend mit Verdacht auf eine Unterarmfraktur mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. »Das ist sehr bitter«, so Cimen, »auch wenn die letzte Diagnose noch aussteht.« Auf dem Platz antwortete der FCG aber erneut: Diesmal war es der agile Filsinger, der die nächste Kombination nach 27 Minuten zum 3:0 veredelte.

»Da waren wir eigentlich schon durch«, sagte FC-Macher Michèl Magel, der aber trotzdem noch von einer »ersten Hälfte mit Turbulenzen« zu berichten hatte. Denn nur vier Minuten nach Gießens Treffer zum 3:0 zeigte Schiedsrichter Marcel Rühl aus Wettenberg auf den Punkt. Adrian Kireski hatte seinen Kontrahenten elfmeterreif gelegt. »Der war berechtigt«, sagte Magel zur Szene, die nach einer guten halben Stunde die Wende hätte bringen können. Aber Strafstöße für den Gegner sind für den FC Gießen dieser Tage offensichtlich kein Nachteil, denn Aleksa Lapcic parierte auch den dritten gegen ihn getretenen Elfmeter in Folge meisterhaft.

Im zweiten Durchgang war klar, was kommen würde. Walldorf war einerseits darauf bedacht, sich keine Klatsche abzuholen, stand nun enger, agierte konzentrierter und kam andererseits »in einer etwas wilden Phase« (Cimen) zu einigen gefährlichen Abschlüssen, wobei auch Gießen zwischenzeitlich das 4:0 auf dem Fuß hatte.

Die Cimen-Elf kontrollierte aber am Ende Ball, Gegner sowie Ergebnis und legte in der Nachspielzeit noch einmal nach: Francesco Calabrese erhöhte dabei auf 4:0. Ein Endstand, der hochverdient war, »aber ein bisschen zu hoch«, wie Cimen zugestand, »aber so ist das, wir haben einen Lauf und das Quäntchen Glück, dann passt es auch.«

RW Walldorf: Czirbus; Benazza (64. Herdt), Ludwig (72. Matondo) Mehnatgir, Vogt (57. Lueken), Neway (57. Velosa), Thomasberger, Matheisen (79. Herberg), Dogan, Mladenovic, Huß.

FC Gießen: Lapcic; Assar, kireski, de Moura Beal (89. Mahmuti) Filsinger (67. Pekesen), Fink, Maingad (87. Mangafic), Hagley, Wessam-Abdel (25. Calabrese), Vural, Gorbunow (72. Besso).

Tore: 0:1 Beal (18.), 0:2 Gorbunow (20.), 0:3 Filsinger (27.), 0:4 Calabrese (90.+2). - Schiedsrichter: Rühl (Wettenberg). - Zuschauer: 420. - Bes. Vorkommnis: Lapcic pariert Strafstoß (31.).

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