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FCG beim OFC

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Von: Thomas Suer

Gießen. Nach fünfeinhalb Wochen Winterpause legt Fußball-Hessenligist FC Gießen wieder los. Heute steht der obligatorische Leistungstest in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität auf dem Programm, am Montag geht es dann mit dem Ball am Fuß erstmals wieder richtig zur Sache. Zudem hat der Tabellenzweite insgesamt sechs Vorbereitungsspiele vereinbart, wobei ins Auge sticht, dass darunter kein Heimspiel ist.

»Das ist nicht zuletzt der Platzsituation geschuldet. Die Kunstrasen am Waldstadion und in Watzenborn-Steinberg sind nicht die besten, der Platz an der Miller Hall ist am Wochenende schwer zu bekommen. Und mit Naturrasen zu planen, wäre zu dieser Jahreszeit fahrlässig gewesen«, erklärt Trainer Daniyel Cimen die Hintergründe.

Höhepunkt der sechswöchigen Vorbereitung ist gewiss die Partie am 4. Februar bei Regionalligist Kickers Offenbach. In die Restrunde, die am 26. Februar mit dem Auswärtsmatch beim SV Neuhof beginnt, startet der FCG mit einer hervorragenden Ausgangsposition. Als Zweiter beträgt der Rückstand auf den Bundesliga-Nachwuchs der Frankfurter Eintracht lediglich drei Punkte, der Vorsprung auf den Dritten Türk Gücü Friedberg liegt bei vier Zählern. Inzwischen zeichnet sich deutlicher ab, dass der Club die sowohl sportlich wie auch wirtschaftlich enorme Herausforderung der Regionalliga annehmen würde, wenn die Qualifikation über den Direktaufstieg bzw. die Aufstiegsrunde der Rangzweiten gelingen sollte.

Definitives könne zwar noch nicht vermeldet werden, aber »tendenziell geht es in die Richtung, was ein gutes Zeichen für die Jungs ist«, freut sich Coach Cimen. Profifußball oder auch nur Halbprofitum wie in der Vergangenheit würde es in diesem Fall nicht geben, es bliebe »bei dem jetzigen Aufwand« (Cimen) mit im Schnitt drei bis vier Trainingseinheiten am Abend.

Calabrese hört auf

Das alles ist Zukunftsmusik. In der Gegenwart muss der FCG den Abgang von Francesco Calabrese und eventuell Aykut Öztürk kompensieren. Sofern fit, war der 26-jährige Calabrese ein absoluter Gewinn. Doch der zweifache Familienvater ist beruflich stark eingespannt. Daher entsprach der Verein dem Wunsch nach Vertragsauflösung. Anders als Calabrese hat Öztürk seinen Kontrakt noch nicht aufgelöst, steht jedoch möglicherweise kurz davor. Der verletzungsanfällige Angreifer ist vor Weihnachten erstmals Vater geworden. »Er möchte sich mehr um die Familie kümmern und den Fußball zurückschrauben«, sagt Daniyel Cimen.

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