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FCG im Endspurt vorn

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Auch wenn sie hier noch ein wenig skeptisch dreinschaut, darf sich Janin Hocker mit ihrem Team vom TSV Klein-Linden am Ende über einen 3:2-Erfolg freuen. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen dreht in der Gruppenliga Spiel ab Minute 88. TSV Klein-Linden bleibt vorne dran

Gießen (woo). Die Frauen des TSV Klein-Linden haben in der Hessenliga einen Lauf. Gegen Blau-Gelb Marburg landeten sie mit 3:2 den dritten Sieg in Folge und festigten damit den zweiten Tabellenplatz. Laura Wickert war mit einem Doppelpack die Matchwinnerin.

Und auch der FC Gießen bleibt den beiden Spitzenteams in der Gruppenliga der Frauen auf den Fersen. In einer dramatischen Schlussphase mit drei Toren ab der 88. Minute riss die Mannschaft das Ruder herum und besiegte den Drittletzten Kickers Erdhausen 4:2.

TSV Klein-Linden - SF/BG Marburg 3:2 (1:0): Beide Teams starteten kampfbetont, sodass zunächst kein Spielfluss entstand. In der 17. Minute dann eine gelungene Kombination. Luise Hertel eroberte den Ball, spielte auf Kira Lein, die auf Laura Wickert passte, die zum 1:0 traf. Aber die Gäste ließen sich nicht schocken, sondern drängten auf den Ausgleich. Die Klein-Lindener Halbzeitführung war deshalb etwas glücklich.

Nach einem Foul an Mara Fugensi, die anschließend verletzt ausgewechselt werden musste, verwandelte Janina Thür den fälligen Elfmeter zum 2:0 (64.). Anschließend dominierte der TSV, vergab in der 75. Minute aber zwei Riesenchancen. Nach zwei Doppelpässen scheiterte Susanne Seelbach frei vor der Marburger Torfrau ebenso wie Sekunden später Carolina Schöneck mit einem satten Schuss aus elf Metern. Fast im Gegenzug die Strafe: Nach einer Ecke der Anschlusstreffer. In der 81. Minute stellte Wickert auf Pass von Sophia Olt mit ihrem zweiten Tor den alten Abstand wieder her. Der erneute Anschluss in der Nachspielzeit blieb Ergebniskosmetik. TSV-Trainerin Janin Hocker freute sich über einen »knappen, etwas glücklichen, aber nicht unverdienter Sieg.

Gruppenliga: Kickers Erdhausen - FC Gießen 2:4 (1:1): Henrike Groß erzielte zwar das 0:1 (7.), aber in der ersten Halbzeit lief beim FC fast schon traditionell nicht viel zusammen. Per Tempogegenstoß erzielten die Gastgeberinnen das 1:1 (32.) und gingen in der 51. Minute sogar in Führung. Nach einem Freistoß an die Latte, der ins Feld zurückprallte, standen drei Erdhäuserinnen frei. In der Folge spielten nur noch Gießen. Nachdem Madlen Kosaca einen Elfmeter in die Wolken geschossen hatte (71.), gelang Agnes Jocksch in der 88. Minute der Ausgleich, in der zweiten Minute der Nachspielzeit sogar das 2:3. Sekunden vor dem Abpfiff knallte Laurina Graff einen Freistoß von der Mittellinie zum 2:4 in den Winkel. Trainer Andreas Schmid zog hörbar mitgenommen seinen imaginären Hut vor der Mentalität seiner Spielerinnen.

FC Weimar/Lahn - SG Reiskirchen/Saasen 3:2 (3:1): Die Gäste kamen gut in die Partie. Doch dann rutschte eine Abwehrspielerin auf dem tiefen Platz, der mehr einem Acker glich, aus, sodass ihre Gegenspielerin freie Bahn hatte, die sie prompt zur 1:0-Führung nutzte. Marie Lang brachte die Reiskirchenerinnen mit ihrem Kopfballtor nach einer Ecke aber recht zügig wieder zurück ins Spiel (30.).

Doch dann ein kollektiver Aussetzer kurz vor der Pause. In der 41. und 42. Minute schepperte es gleich doppelt im Kasten der SG: 3:1. Hannah-Lena Schön verkürzte zwar direkt nach der Pause auf 2:3, aber das war’s auch schon. Trotz hochkarätiger Chancen in Hülle und Fülle wollte der Ausgleich nicht fallen. Trainer Jan Becke meinte: »Ich kann den Spielerinnen keinen Vorwurf machen. Zumindest ein Punktgewinn wäre hochverdient gewesen. Das Spielglück war einfach nicht auf unerer Seite.«

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