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Fehlerfestival im Kellerduell

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Gießen. Die HSG Lumdatal hat ihren Personalproblemen am Sonntagnachmittag Tribut zollen und im Kellerduell der Dritten Frauenhandball-Liga eine klare Niederlage einstecken müssen.

TuS Königsdorf - HSG Lumdatal 32:25

Beim bisherigen Tabellenvorletzten TuS Königsdorf musste sich das Team von Trainer Marcel Köhler mit 25:32 (10:16) geschlagen geben und stand dabei nach einem frühen deutlichen Rückstand schnell auf verlorenem Posten.

Bei nur noch drei ausstehenden Partien dürfte das aktuelle Schlusslicht die Hauptrunde aller Voraussicht nach wohl auch auf eben diesem Platz abschließen. »Leider sind wir sehr früh auf die Verliererstraße geraten, weil wir zu Beginn viel zu viele technische oder einfache Fehler gemacht haben. Dadurch haben wir Königsdorf praktisch zu Kontern eingeladen. Von den ersten 14 Gegentoren resultierten sechs oder sieben aus Gegenstößen, insgesamt waren es sicherlich zehn Stück. Positiv bleibt festzuhalten, dass wir uns trotz des Zehn-Tore-Rückstandes nie aufgegeben haben und sogar nochmal bis auf vier Treffer herankamen und im gebundenen Abwehrspiel zwar manchmal zu passiv standen, es aber ganz gut gemacht haben. Leider wechselten sich gute Phasen dann immer wieder mit schlechten ab, sodass es heute einfach nicht zu mehr gereicht hat«, suchte der HSG-Coach die Gründe nicht alleine bei den Ausfällen. Und doch schien es, als würden diese die Lumdatalerinnen im Hinterkopf doch beschäftigen, denn vom Anpfiff weg erlaubten sich die Gäste in der eigenen Offensive zahllose Fehler. Diese Geschenke nahm das Team aus Nordrhein-Westfalen dankend an und zog schnell auf 6:0 (9.), wenig später gar auf 14:4 (23.) davon. Bis zur Pause arbeitete sich die Köhler-Sieben dann immerhin auf 10:16 heran.

In Hälfte zwei wuchs der Rückstand dann nach schwachem Start erneut bis auf neun Treffer an (15:24, 43.), ehe der Kampfgeist erwachte. Nach einem 4:0-Lauf kam Lumdatal nochmal von 18:26 (48.) auf 22:26 (52.) heran, zwei Treffer durch Albers ließen Königsdorf beim 28:22 (55.) dann aber endgültig auf die Siegerstraße einbiegen. In der Schlussphase fehlte den dezimierten Gästen dann sowohl die Zeit als auch die Energie, um dem Spiel nochmal Spannung zu verleihen.

So war die Begegnung spätestens nach dem Siebenmetertreffer der neunfachen TuS-Torschützin Annalena Welsch zum 30:24 entschieden. »Wenn man sich manche Phasen betrachtet, wäre hier sicherlich mehr drin gewesen, aber dafür haben wir uns einfach zu viele Aussetzer erlaubt«, brachte es Köhler nochmal auf den Punkt.

Königsdorf: Lange, Hergarten - Hage, Franz (3), Lindenbach (2), Mrugas (4), Timurdas (2), Albers (5), Welsch (9/6), Wunderling (1), Ott (5), Slusarczyk, Clauberg (1).

Lumdatal: Olemotz - Schlapp (4), Franziska Müller (2), Mohr (7/5), Schneider (1), Hasenkamp (4), Madeleine Müller (2), Bulling (2), Smajek, Fuhrländer (3).

Schiedsrichterinnen: Stache/Wegmann (Dortmund). - Zuschauer: 60. - Zeitstrafen: eine (Clauberg) - zwei (Hasenkamp, Fuhrländer). - Siebenmeter: 6/6 - 7/5.

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