Fehlstart und Ärger am Rande: TuBa unterliegt Niedernhausen

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GIESSEN/HOLZHEIM - (rd). Klassischer Fehlstart für den ambitionierten FC TuBa Pohlheim in der Verbandsliga Mitte. Beim Comeback von Trainer Volker Münn kassierten die Tubaner auf eigenem Platz in Holzheim am Sonntag eine 1:3 (0:1)-Niederlage. Und die war auch verdient. Für die als Mitfavorit gehandelte Münn-Elf ist das zum Saisonstart ein herber Dämpfer.

Der Frust darüber entlud sich dann auch nach dem Spiel in einer verbalen Entgleisung von Kevin Rennert. Der Rückkehrer musste eine knappe Stunde auf der Bank schmoren und rief seinem Trainer zu: "Am kommenden Sonntag stehe ich nicht zur Verfügung und deine Zeit hier ist in spätestens 14 Tagen vorbei".

FC TuBa Pohlheim -
SV Niedernhausen 1:3

Dass der Ex-Profi und erfahrene Übungsleiter davon nicht sonderlich amused war, ist nicht überraschend. "Das Verhalten ist eine Frechheit. Es ist nicht meine Aufgabe, es zu sanktionieren. Hier muss aber der Sportliche Leiter des Vereins tätig werden", ließ Münn erahnen, dass es ein Nachspiel dieser Szene geben könnte. Rennert war nach einem einjährigen Abstecher in die Kreisoberliga zum ASV Gießen erst kürzlich wieder nach Pohlheim zurückgekehrt.

Das Unheil für die Gastgeber nahm bereits nach 60 Sekunden seinen Lauf, als Niedernhausen einen Konter fuhr, bei dem Ephraim Uworuya nach Vorarbeit von Thomas Brewer zum 1:0 abstaubte. Kurz darauf war der SV-Stürmer der unpässlichen FC-Abwehr erneut enteilt, setzte seinen Schuss aber neben das Tor von Dusan Oljujic (12.). Die spielerisch kaum zum Zuge und Möglichkeiten kommenden Gastgeber besaßen durch einen Freistoß von "Altmeister" Gino Parson, der das Leder an das Lattenkreuz jagte, zu ihrer ersten Chance (27.). Insgesamt waren aber die Gäste aus dem Taunus einem zweiten Treffer näher als TuBa dem Ausgleich. So rettete Sleiman Nohman gegen Thomas Brewer (40.), während Ephraim Uworuya das Leder unbedrängt neben das Tor setzte (45.). In der Nachspielzeit ließ der vom FC Gießen gekommene Antonyos Celik eine Großchance aus (45.+2). "Der SV hat clever in die Schnittstellen gespielt und hätte zur Pause schon 4:2 führen müssen", lautete Münns Fazit.

Nach dem Seitenwechsel sah es für die Elf des Ex-Profis besser aus: Nach einer zu kurzen Abwehr von Torwart Tim Burghold staubte Ahmet Marankoz zum 1:1 ab (48.). Bei der Ausführung eines aus Sicht der Gäste umstrittenen Handelfmeters parierte Burghold aber den Strafstoß von Marankoz (63.). "Das war der Knackpunkt", stellte Münn zurecht fest, denn im Gegenzug staubte Thomas Brewer nach einem Fehler von Albano Sidon zur 2:1-Führung ab (65.). Maurice Burkhardt machte in Minute 80 den Deckel drauf. Dominik Gudenkauf, der die Latte traf (88.), hätte für eine noch deutlichere Schlappe der Pohlheimer sorgen können. So blieb es beim 1:3, einer Gelb-Roten Karte gegen Marankoz wegen Meckerns und der Aussage von Neuzugang Kevin Rennert, die Konsequenzen haben könnte.

Im Stenogramm

TuBa Pohlheim: Olujic - Nohman (66. Krasniq), Sidon, Chabou, Klotz, Hiromoto (58. Rennert), Delzer, Parson, Basmaci (75. Alkan), Celik, Marankoz.

Niedernhausen: Burghold - Berg, Reusing, Smith, Ofosu, Brewer (85. Krabler), Benariba, Uworuya (66. Frusteri), Burghardt, Waldraff, Rebic (78. Gudenkauf).

Tore: 0:1 Uworuya (1.), 1:1 Marankoz (48.), 1:2 Brewer (65.), 1:3 Burkhardt (80.). - Schiedsrichter: Roos (Echzell). - Gelb-Rote Karte: Marankoz (90., Pohlheim) - Zuschauer: 220. - Bes. Vorkommnisse: Burghold hält Strafstoß von Marankoz (63.).

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