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Felix Erben sorgt für strahlende Gesichter

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Frankfur/Waldgirmes (fro). Mit einem mit viel Leidenschaft erkämpften Punktgewinn im Gepäck konnte der SC Waldgirmes am Samstag die Heimreise vom Gastspiel aus Dreieich-Sprendlingen antreten. Im dortigen Hahn-Air-Sportpark gelang der Elf von SC-Trainer Mario Schappert bei der torgefährlichsten Elf der Fußball-Hessenliga durch das Last-Minute-2:2 von Felix Erben ein wichtiger Punktgewinn im Kampf um den Klassenerhalt.

Eintr. Frankfurt U21 - SC Waldgirmes 2:2

»In einer dramatischen Schlussphase konnten wir den letzten Punch setzen. Wir nehmen den Punkt gerne mit. Dies war im Hinblick auf die schwierige Phase, in der wir uns vor dem Spiel befunden haben, ein gelungener Samstag für Spieler, Trainerteam und Fans«, freute sich Schappert, dessen Elf mit 18 Punkten auf Rang zehn weiterhin die untere Hälfte der Tabelle anführt.

Der SC-Trainer veränderte seine Elf, die zuletzt trotz Überzahl eine 0:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern Alzenau quittieren musste, auf drei Positionen. Für Karl Cost und Henry Erler rückten Marcel Safiew, Lucas Fries und Louis Böttcher in die Viererkette, während Kevin Bartheld im Mittelfeld aufgrund einer defensiveren Grundausrichtung zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Spielführer Kian Marius Golafra stand wegen der Auswirkungen seiner Corona-Erkrankung zum dritten Mal in Folge nicht zur Verfügung. Mit Claudius Fürstenau und Maximilian Schneider als Doppelsechs sollte das Tempo der offensivstarken Hausherren aufgenommen und für die notwendige Stabilität in der Abwehr gesorgt werden.

Die Eintracht war zunächst tonangebend und konnte ihre spielerische Überlegenheit bereits mit dem ersten Angriff nutzen. Nach einer flüssigen Kombination nutzte Harpreet Ghotra einen Pass in die Tiefe und überwand Gästekeeper Maik Buss zum 1:0 (9.). »Nach diesem frühen Rückstand lief es mir kurz kalt den Rücken runter, denn gegen die Eintracht kannst du nach so einem Spielbeginn schnell mal unter die Räder kommen«, gab Schappert Einblick in sein Gefühlsleben. Der SC-Trainer musste sich aber keine Gedanken machen, denn nach einer Viertelstunde hatte seine Elf die schwierige Anfangsphase überstanden und kam durch ihr leidenschaftliches Auftreten immer besser ins Spiel.

Beim Treffer zum 1:1-Ausgleich durch Lucas Hartmann stand der Fußballgott aber auf Seiten der Gäste. Die Kopfballverlängerung des SC-Stürmers wurde von Matteo Bignetti mit den Fingerspitzen an die Latte gelenkt. Von dort sprang das Leder an den Rücken des Eintracht-Keepers und anschließend über die Torlinie (23.). Den nun aus einer stabilen Defensive mit zwei Viererketten heraus agierenden Gästen bot sich in der Folgezeit sogar die ein- oder andere Konterchance, die aber schließlich leichtfertig vergeben wurden. »Wenn wir hier etwas konzentrierter und konsequenter zu Werke gehen, können wir sogar mit einer Führung in die Pause gehen«, sah Schappert vor der Pause ein Chancenplus bei seiner Elf.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte die Elf von Eintracht-Trainer Kristijan Glibo einen enormen Druck. Auch wenn dabei zahlreiche Angriffe in Richtung SC-Tor gingen, konnten die Gäste ihren Kasten lange sauber halten. »Wir haben immer wieder noch ein Bein vor den Ball bekommen und hatten mit Maik Buss den gewohnt starken Rückhalt im Tor«, lobte Schappert das Abwehrverhalten seiner Elf.

Und doch hätten die Lahnauer am Ende fast noch mit leeren Händen die Heimreise antreten müssen. Nach einem Eckstoß war die SC-Defensive einen Moment nicht im Bilde, was Dario Gebuhr in der 83. Minute mit dem Treffer zum 2:1 bestrafte. Die Gäste steckten den Kopf aber nicht in den Sand, sondern bewiesen Moral. Mit einer »Jetzt erst recht-Mentalität« wurde der Ball in den Strafraum der Hausherren geschlagen, wo er einem der Eintracht-Spieler an die Hand sprang. Felix Erben ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und sorgte für den ebenso glücklichen wie verdienten 2:2-Ausgleich für die Elf von Mario Schappert.

Eintracht Frankfurt U21: Bignetti; Gebuhr, Otto, Ghotra (ab 59. Schröder), Amiri (ab 69. Schäfer), Alikhil, Ferri Julia, Loune (ab 86. Maurer), Brauburger, Fisher, Dejanovic.

SC Waldgirmes: Buss; Safiew (ab 83. Cost), Schmidt, Fries, Böttcher, Fürbeth (ab 65. Bartheld), Schneider, Fürstenau, Wiessner (ab 93. Götz), Hartmann (ab 86. Tega), Erben.

Tore: 1:0 (9.) Ghotra, 1:1 (23.) Hartmann, 2:1 (83.) Gebuhr, 2:2 (89.) Erben (Handelfmeter). - Schiedsrichter: Rübe (Vellmar). - Zuschauer: 550.

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