Ferdi Özcan droht mit Konsequenzen

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NIDDA - Vier Punkte nach sechs Spieltagen - die Zahlen des Fußball-Gruppenligisten SC Viktoria Nidda klingen nicht besonders vielversprechend. Besonders viel Brisanz birgt eine andere Zwischenbilanz: Die Kicker von der Gänsweid kassierten nach sechs Spieltagen bereits vier Platzverweise. Dazu gesellen sich zwei aktive Corona-Fälle. Dementsprechend bedient ist Trainer Ferdi Özcan.

Was den Coach besonders ärgert: Die unnötigen Platzverweise kosteten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Am ersten Spieltag führte die Viktoria 2:0 gegen die SG Nieder-Roden, als Torhüter Gheorghe Popa in der 75. Minute wegen Beleidigung eines Gegenspielers mit Rot vom Platz flog. In Unterzahl gab Nidda das Match schließlich aus der Hand und spielte am Ende nur 2:2.

Am vergangenen Sonntag beendete der Keeper seinen "Dienst" bereits nach 25 Minuten. "Da fehlen mir die Worte. Gheorghe lief dumm raus und foulte einen Gegenspieler außerhalb des Strafraums. Da muss er sich cleverer verhalten", kritisiert Özcan.

Besonders bitter aus Niddaer Sicht: Zum Zeitpunkt des Platzverweises stand es 1:1, Nidda zeigte beim SVG Steinheim eine gute Leistung. "Selbst in Unterzahl hatten wir mehr vom Spiel, die Tore schoss aber Steinheim." Als der Viktoria in den letzten zehn Minuten ein Spieler verletzt ausfiel und das Auswechselkontingent schon erschöpft war, kassierte der Club zu neunt zwei weitere Gegentore. So stand am Ende eine 1:5-Niederlage.

Özcans Fazit: "Wir sind Hobbyspieler, denen der Sport in erster Linie Spaß bereiten sollte. Trotzdem dürfen wir uns mit solchen Aktionen nicht gegenseitig schaden."

Dementsprechend kündigt Özcan Konsequenzen an, "auch weil einigen Spielern die Grundeinstellung fehlt". Unter dem Strich sei der 39-Jährige immer noch der Meinung, dass genügend Qualität in der Mannschaft stecke, um die Klasse zu halten. "Wir müssen uns aber gegenseitig helfen und nicht jeden Sonntag zwei, drei Ausfälle auf dem Platz haben."

Für den gesperrten Popa steht am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Germania Dörnigheim Jan Schulze oder Samet Akbal zwischen den Pfosten. Die Sperre von Raul Doda, der in dieser Saison ebenfalls schon zweimal vom Platz flog, ist abgelaufen. "Jetzt fährt er allerdings in den Urlaub", berichtet Özcan, der zudem auf zwei mit Corona infizierte Akteure verzichten muss.

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