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Fernwälder Hoffnungsträger

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Dutenhofen. Phillip Opitz ist in einer Rolle zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen gekommen, die sich der bescheidene Rückraumspieler so selbst nie zuschreiben würde: Als Hoffnungsträger. Denn mit der Ausleihe des 20-Jährigen vom Zweitligisten TV Hüttenberg ist bei den grün-weißen Drittliga-Handballern zweifelsfrei die Hoffnung verbunden, die personelle Misere zu kompensieren und an Substanz für den Abstiegskampf zuzulegen.

Bei der bitteren 27:28-Niederlage bei der TSG Haßloch feierte der Rückkehrer sein Debüt, am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Dutenhofen) steht Opitz & Co. zum Jahresabschluss gegen den Spitzenreiter TuS Ferndorf eine hohe Hürde bevor.

Schon die letzte Saison hatte der 1,98-Meter-Hüne mittels Zweitspielrecht bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen verbracht, gehörte zu den Leistungsträgern. Im Sommer kehrte Opitz planmäßig zum TVH zurück. In der Deckung des Zweitligisten durfte der Youngster auch durchaus einige Minute sammeln, im Angriff hingegen kam er kaum zum Einsatz. Zu groß ist die Konkurrenz im Rückraum der Blau-Weiß-Roten. »Es war mir klar, dass es schwer für mich wird. Von den Einsatzminuten her war das für mich schon so in Ordnung«, sagt Opitz, der in Hüttenberg bis 2024 unter Vertrag steht.

Dass er aber auch offensiv Spielpraxis benötigt und dass gleichzeitig Dutenhofen/Münchholzhausen spätestens nach dem Langzeitausfall von Leon Boczkowski neue Kräfte für den Rückraum brauchte - das passte dann einfach zu gut, um nicht (erneut) zusammenfinden. »Ich hatte in den letzten fünf Monaten nicht das Gefühl, dass ich mich besonders weiterentwickelt hätte, insbesondere im Angriff. Unabhängig von den Einsätzen bin ich da mit meiner Entwicklung nicht zufrieden«, begründet Opitz den Schritt, sich erneut zu den Grün-Weißen verleihen zu lassen. »Phillip«, freut sich indes Andreas Klimpke, Sportlicher Leiter der HSG, »kennt die Mannschaft und wir brauchen jemanden, der uns sofort weiterhilft. Seine Spielanteile wird er bei uns bekommen.« Eine Win-Win-Situation also. Dass der Fernwälder eine Bereicherung für die Truppe von Trainer Axel Spandau ist, dass er bereit ist, auf der Platte Verantwortung zu übernehmen, deutete er nach gerade einmal zwei gemeinsamen Trainings bereits in Haßloch an. Nicht nur aufgrund seiner sechs Tore.

»Wir hatten uns in der kurzen Zeit schon gut eingespielt, aber ich hätte der Mannschaft noch mehr helfen können. Das war noch nicht gut von mir, da ist noch Luft nach oben«, zeigt sich Opitz, der in Friedberg Wirtschaftsingenieurwesen studiert, selbstkritisch. Spandau konkretisiert: »Man merkt, dass Phillip im Angriff die Wettkampfpraxis fehlt. Er agiert zu nah an der Deckung, kann seine Stärke im Sprungwurf so nicht ausspielen. Aber wir geben ihm die nötige Zeit.« Grundsätzlich, sagt Opitz, wolle er das liefern, »was von mir gebraucht wird. Ich stelle keine Ansprüche, sondern versuche das, was ich machen soll, bestmöglich umzusetzen«. Und weiter: »Ich versuche einfach, mich weiterzuentwickeln. Wenn mir das gelingt, dann helfe ich auch der Mannschaft.« Und das lieber mit großen Taten als mit markigen Worten.

Vielleicht ja bereits gegen Ferndorf - den haushohen Favoriten aus Kreuztal, den Zweitligaabsteiger und Tabellenführer, der in 15 Spielen nur drei Punkte abgegeben und zuletzt sechs Siege am Stück verbucht hat. »Wenn wir unsere Abwehr mit einem guten Torhüter dahinter stellen, dazu wie in Haßloch unseren Gegenstoß einbringen und vorne noch etwas flüssiger spielen, dann müssen wir uns vor niemanden verstecken«, ist der Rückkehrer zuversichtlich.

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