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Fiedler-Lob und Schiri-Schelte

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Von: Albert Mehl

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Kein Durchkommen: Der Pohlheimer Leon Friedl bleibt in der Dansenberger Abwehr hängen. Foto: Schepp © Schepp

Holzheim. Das schönste Tor des Abends hätte zur Initialzündung werden können. Nach einer Kempavorlage von Stefan Lex auf Johannes Träger warf dieser in der 38. Spielminute zum 15:17-Zwischenstand ein. Der schlaksige Rückraumspieler erzielte auch drei Minuten später vor der prächtigen Kulisse von 420 Zuschauern in der Sporthalle Holzheim den 16:17-Anschlusstreffer.

Doch mehr war nicht drin für die Drittliga-Handballer der HSG Pohlheim an diesem Abend.

HSG Pohlheim - TuS Dansenberg 21:28

Weitere drei Minuten später stand es wieder 16:20. Noch nicht einmal ein weiterer Gleichstand nach dem 1:1 wollte den Mittelhessen gelingen. Durch die 21:28 (11:15)-Heimniederlage gegen den TuS Dansenberg warten die Blau-Weißen weiter auf das nächste Punktepaar nach nur einem Sieg aus acht Saisonauftritten in der neuen sportlichen Heimat.

HSG-Trainer Andreas Lex erkannte der Sieg der Gäste zwar als verdient an, sah ihn aber vom Endergebnis her als zu deutlich ausgefallen. Mitverantwortlich machte er aber auch die beiden Schiedsrichter, denen er vor allem zwischen der 35. und 45. Minute ein völlig unterschiedliches Maß der Bewertung vorwarf. Die Benachteiligung seiner Mannschaft durch die Referees sah er, einmal in Rage, als einen roten Faden durch die bisherige Runde sich ziehen. Daneben wollte der ehemalige Bundesligaspieler die auch im Endstand sich dokumentierende Angriffsschwäche nur bedingt gelten lassen. »Wir haben ja gut gespielt im Angriff, sind aber immer wieder am gegnerischen Torwart gescheitert«, sah sich Lex damit auf einer Linie mit seinem Pendant beim TuS.

Denn Dansenbergs Coach Frank Müller lobte seine gesamte Mannschaft, hob aber besonders Torhüter Michel Fiedler hervor. Der aus Wißmar und der HSG Wettenberg stammende Keeper mit Ausbildungseinheiten in Dutenhofen und Hüttenberg zeigte in der Tat eine bravouröse Leistung, als die Gastgeber nach 20 Minuten endlich ihre technischen Fehler und Fehlpässe abgestellt hatten. Immer wieder parierte der 19-Jährige freie Einwurfmöglichkeiten der Pohlheimer und hielt seinen ersatzgeschwächten Farben damit den Rücken frei.

Mit nur neun Feldspielern angereist, fehlte unter anderem der von der HSG Wetzlar hierzulande bekannte Torben Waldgenbach wegen eines Mittelhandbruchs.

Letztendlich half den Blau-Weißen eine starke Deckungsleistung nichts. Mehr als die Anschlusstreffer zum 4:5 (durch einen Friedl-Siebenmeter, 8.), 9:10 durch Lukas Drommershausen (23.), 10:11 (Lex, 26.) und besagtem 16:17 sprang nicht heraus. Das schöne Kempator zum 15:17 verpuffte in der Sporthalle Holzheim.

Pohlheim: Wüst Schlegel; Friedel (1/1), N. Happel (6), Rühl (2), Schier (1), Lex (4), Niclas, Drommershausen (2), Lambrecht, Gilbert, C. Träger, J. Träger (2), Wagner (2), F. Neul (1).

Dansenberg: Fiedler, Lüpke; Friedrich (3), Steinführer (7/2), Fettinger, T. Holstein (4), M. Holstein, Claussen (4), Reitemann (2), Bösing (5), Serwinski (3/1).

Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur). - Zuschauer: 420. - Zeitstrafen: 10:6 Minuten. - Siebenmeter: 2/1:4/3.

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