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»Fifty-Fifty«-Derby in Garbenteich

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Den Klassenprimus gestürzt: Die Spieler von TuBa Pohlheim fahren vor dem Derby gegen Kinzenbach mit Oberwasser. © PeB

Pohlheim/Kinzenbach. Kann der FC Tuba Pohlheim die sportliche und mentale Power aus dem jüngsten 3:1-Triumph über den Tabellenführer TSV Steinbach II mit in die nächste Partie der Fußball-Verbandsliga Mitte nehmen? Und wie hat die SG Kinzenbach das 0:7-Desaster beim VfB Marburg verkraftet? Das sind die interessanten und auch richtungsweisenden Fragen, wenn am Donnerstagabend (19 Uhr) der Rangvierte aus Pohlheim in Garbenteich auf die auf derzeit Rang sechs platzierte Mannschaft aus dem Heuchelheimer Ortsteil trifft.

FC TuBa Pohlheim - SG Kinzenbach (Do., 19 Uhr)

»Ich war gegen Steinbach sehr zufrieden, der Sieg hätte auch noch höher ausfallen können mit vier oder fünf Toren Unterschied«, stellte TuBa-Trainer Josef Jacob seiner Mannschaft nach dem Dreier gegen die Steinbacher Regionalliga-Reserve ein erstklassiges Zeugnis aus. Aber Jacob unterschätzt die Kinzenbacher keineswegs und rechnet mit »einem Fifty-Fifty-Spiel auf Augenhöhe«, da »die Kinzenbacher starke Spieler in ihrer Mannschaft haben und zurecht auf dem derzeit sechsten Platz stehen«. Aber vor allem erwartet er ein besonderes Duell: »Es ist ein Derby, es ist ein Abendspiel, die meisten Akteure kennen sich gut - da kommt es auf die Tagesform an. Es wird ein schwieriges Spiel für uns, aber ich sehe uns wegen des größeren Selbstvertrauens als leichten Favoriten.«

Dabei kann Jacob nur auf einen ausgedünnten Kader zurückgreifen, denn neben den langzeitverletzten Nelson Delzer, Pierre Chabou und Helmut Schäfer fehlt noch berufsbedingt Antonyos Celik. Wieder im Kader um Torjäger Kevin Rennert und dem Ex-Kinzenbacher Angreifer Ahmed Marankoz sind wieder Philipp Basmaci und Eduardo Dursun.

Marburg war ein »Totalausfall«

Die Favoritenstellung des Gegners kann Jacobs Kinzenbacher Kollege Oliver Dönges kaum leugnen. Zu sehr schmerzt die 0:7-Schlappe in Marburg. »Es war ein Totalausfall der gesamten Mannschaft, dünn von vorne bis hinten. Wobei es neben einigen kurzfristigen Ausfällen auch an der nötigen Einstellung gefehlt hat«, beklagt der SG-Coach. Und wie will die SG den kommenden Gegner knacken? »Einstellung, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten müssen sich in Pohlheim ändern, wenn wir eine Chance haben wollen. Aber es wird nicht einfach, denn TuBa hat gute Kicker in den Reihen «, fordert Dönges eine deutliche Steigerung seiner Truppe, die auch noch Revanche für die unglückliche 0:1-Hinspiel-Niederlage nehmen kann.

Personell sieht es nicht gut aus, denn mit den Corona-erkrankten Henrik Flechtner und Robin Sajonz, den verletzten Yannik Mohr und Pascal Sajonz sowie Sascha Timmann (krank) und Ufuk Ersentürk (Urlaub) fallen etliche Stammkräfte aus. Ob der erkrankte Serkan Akin wieder dabei ist, entscheidet sich kurzfristig.

Aufgebot des FC TuBa Pohlheim: Yaman, Can, Klotz, Dursun, Krasniq, Parson, Nohmann, Hamann, Sidon, Göktas, Rennert, Marankoz, Oelemez, Cosby, Simon.

Aufgebot der SG Kinzenbach: N. Mohr, Yildirim, Yener, Anker, Jörg, Schmidt, Ried, Güngör, Keller, Pantke, Nicolai, Alber, Mark.

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